VHS Schwimmkurs
Schwimmen zu können, ist eine wichtige Fähigkeit, die nicht nur für Spaß und Sport im Wasser, sondern auch für Sicherheit sorgt. Leider kommt es immer wieder zu Badeunfällen, bei denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene ertrinken. In vielen Fällen wären diese tragischen Fälle vermeidbar, wenn die Betroffenen hätten schwimmen können. Es ist daher nicht nur aus sportlichen Gesichtspunkten sehr wichtig, dass schon Kinder schwimmen lernen. Erwachsene, die nicht schwimmen können, müssen allerdings nicht verzagen und können dies nachholen.
Wer schwimmen lernen möchte, muss dies keineswegs in Eigenregie schaffen, sondern sollte beispielsweise an der VHS einen Schwimmkurs absolvieren. Unter fachlicher Anleitung erwerben die Teilnehmenden eine solide Schwimmfähigkeit und lernen zunächst, sich über Wasser zu halten. Darauf aufbauend kann das Erlernte weiter ausgebaut werden. Für all diejenigen, die sich dem Schwimmen widmen möchten, kann ein VHS-Kurs folglich die richtige Wahl sein.
Schwimmkurs an der Volkshochschule
Wer schwimmen lernen oder sein Kind zu einem Schwimmkurs anmelden möchte, tut unter anderem gut daran, das Programm der örtlichen Volkshochschule genau zu studieren. Im Zuge dessen stoßen Interessierte vielfach auf VHS-Schwimmkurse. Diese richten sich vornehmlich an Anfänger/innen und sollen diesen zu mehr Sicherheit im Wasser verhelfen.
Das breit gefächerte Programm der Volkshochschulen wird auch im Schwimmbereich deutlich. So können Eltern bereits mit den Kleinsten einen VHS-Kurs zur Wassergewöhnung besuchen und sich hier beispielsweise dem Babyschwimmen widmen. Zudem gibt es Kurse zum Schwimmen-Lernen für unterschiedliche Altersgruppen. Teilweise werden auch geübte Schwimmer/innen an der einen oder anderen Volkshochschule fündig und können ihre Fähigkeit hier kontinuierlich verbessern. Es existiert folglich eine nicht zu verachtende Auswahl an VHS-Schwimmkursen.
Menschen, die das Schwimmen für sich entdeckt haben und darin einen attraktiven Freizeitsport sehen, haben an manchen Volkshochschulen die Gelegenheit, sich einer Schwimmgruppe anzuschließen. Das regelmäßige Schwimmen sorgt für Bewegung und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit sowie zum allgemeinen Wohlbefinden. Es lohnt sich also, nach einem Schwimmkurs an der Volkshochschule Ausschau zu halten, schließlich ist die VHS auch in den Kategorien Gesundheit und Sport aktiv.
Welche Schwimmkurse bieten die Volkshochschulen an?
Das Angebot rund um das Schwimmen fällt von VHS zu VHS sehr unterschiedlich aus, denn nicht jede Volkshochschule verfügt über die nötigen Schwimmbad-Zeiten. Wo es entsprechende Kooperationen mit einem Hallen- oder Freibad gibt, findet sich aber oft eine erstaunliche Bandbreite. Grob lassen sich die Angebote in folgende Bereiche einteilen:
- Wassergewöhnung und Babyschwimmen – für Säuglinge und Kleinkinder gemeinsam mit einem Elternteil, oft schon ab wenigen Monaten
- Anfängerkurse für Kinder – Vorbereitung auf das Seepferdchen und die ersten sicheren Meter im Wasser
- Schwimmkurse für Erwachsene – speziell für Nichtschwimmer/innen und Späteinsteiger/innen, häufig auch als reine Frauenkurse
- Technik- und Aufbaukurse – zur Verbesserung von Kraul, Brust oder Rücken für alle, die bereits schwimmen können
- Aquafitness und Wassergymnastik – gelenkschonendes Training, das eher dem Bereich Gesundheit zuzuordnen ist
Wichtig zu wissen: Nicht alles, was im VHS-Programm unter „Schwimmen“ läuft, ist ein Kurs zum Schwimmen-Lernen. Aquafitness etwa setzt voraus, dass man sich bereits sicher im Wasser bewegen kann. Wer schwimmen lernen will, sollte daher gezielt nach den Stichworten „Nichtschwimmer“, „Anfänger“ oder „Schwimmen lernen“ suchen und im Zweifel bei der Geschäftsstelle nachfragen.
Was lernt man in einem VHS-Schwimmkurs konkret?
Ein guter Anfängerkurs ist klar strukturiert und führt Schritt für Schritt vom Nichtschwimmer zur Schwimmerin oder zum Schwimmer. Vieles, was im Wasser zunächst beängstigend wirkt, lässt sich mit der richtigen Anleitung erstaunlich schnell abbauen. Typischerweise gliedert sich das Training in mehrere Phasen, die aufeinander aufbauen.
Wassergewöhnung und Atmung
Am Anfang steht das Vertrautwerden mit dem Element Wasser. Die Teilnehmenden lernen, ins Gesicht gespritztes Wasser auszuhalten, den Kopf unterzutauchen und unter Wasser auszuatmen. Diese Atemkontrolle ist die Grundlage für alles Weitere, denn die Angst vor dem Wasser entsteht häufig durch falsches oder fehlendes Atmen.
Schweben, Gleiten und Auftrieb spüren
Im nächsten Schritt geht es darum, dem eigenen Auftrieb zu vertrauen. Übungen wie der „Toter Mann“ in Bauch- und Rückenlage, das Abstoßen vom Beckenrand und das Gleiten durch das Wasser vermitteln das Gefühl, vom Wasser getragen zu werden. Viele Erwachsene überrascht es, wie gut der Körper von allein an der Oberfläche bleibt.
Bein- und Armbewegung
Erst danach kommen die eigentlichen Schwimmbewegungen hinzu, meist beginnend mit der Beinarbeit des Brustschwimmens, oft mit einer Schwimmnudel oder einem Brett als Hilfsmittel. Arme und Beine werden zunächst getrennt geübt und anschließend zur Gesamtbewegung zusammengeführt. Wichtig ist die Koordination von Armzug, Beinschlag und Atmung.
Erste Strecken und Sicherheit
Ziel eines Anfängerkurses ist es, dass die Teilnehmenden am Ende eine kurze Strecke selbstständig und ohne Hilfsmittel zurücklegen können. Bei Kindern ist das Seepferdchen ein typisches Etappenziel: 25 Meter schwimmen, vom Beckenrand ins tiefe Wasser springen und einen Gegenstand aus schultertiefem Wasser heraufholen. Bei Erwachsenen steht weniger das Abzeichen als die Sicherheit im Vordergrund.
Für wen eignet sich ein Schwimmkurs an der VHS?
Schwimmkurse an der Volkshochschule richten sich an sehr unterschiedliche Zielgruppen. Eltern können ihren Nachwuchs frühzeitig ans Wasser gewöhnen, Kinder im Vorschul- und Grundschulalter lernen das sichere Schwimmen, und auch Jugendliche finden mitunter passende Angebote.
Besonders wertvoll ist das VHS-Angebot allerdings für Erwachsene. Wer als Kind nie schwimmen gelernt hat, empfindet diese Lücke oft als unangenehm und scheut sich, das Thema anzugehen. Genau hier setzen spezielle Erwachsenenkurse an: In kleinen Gruppen unter Gleichgesinnten lässt sich die anfängliche Scheu deutlich leichter überwinden. Manche Volkshochschulen bieten zusätzlich reine Frauenschwimmkurse an, die auch Teilnehmerinnen ansprechen, die aus kulturellen oder persönlichen Gründen einen geschützten Rahmen bevorzugen.
Es gibt allerdings auch ehrliche Grenzen. Ein VHS-Kurs ersetzt keine medizinische Therapie. Wer unter ausgeprägter Wasserangst, gesundheitlichen Einschränkungen des Herz-Kreislauf-Systems oder bestimmten Bewegungseinschränkungen leidet, sollte vorab Rücksprache mit dem ärztlichen Personal halten und die Lehrkraft entsprechend informieren.
Welche Voraussetzungen muss man mitbringen?
Für Anfängerkurse sind in der Regel keinerlei Vorkenntnisse erforderlich, das ist gerade ihr Sinn. Mitzubringen sind üblicherweise Badebekleidung, Handtuch und je nach Bad eine Badekappe. Bei Aufbau- und Technikkursen wird hingegen vorausgesetzt, dass man sich bereits sicher über Wasser halten kann. Bei Kinderkursen gibt es häufig Altersuntergrenzen, etwa fünf Jahre, da eine gewisse körperliche und geistige Reife für das Lernen nötig ist.
Schwimmen lernen per Online-Kurs
All dies spricht für einen Online-Kurs und sorgt dafür, dass digitale Angebote den Volkshochschulen zunehmend Konkurrenz machen. Wenn es aber um einen Schwimmkurs geht, ist dies nicht zu befürchten. Am heimischen Computer oder per Smartphone kann man nicht schwimmen lernen. Dazu muss man ins Wasser und sollte als Schwimmanfänger/in auf eine professionelle Begleitung achten.
Ein virtueller Schwimmkurs ist in der Praxis nicht zielführend. So kann man bestenfalls die Theorie lernen, erwirbt aber keine praktische Schwimmfähigkeit. Diese kann nur im Rahmen eines Schwimmkurses in Präsenz vermittelt werden. Ein klassischer Schwimmkurs vor Ort ist somit alternativlos und kann in keiner Weise durch einen reinen Online-Kurs ersetzt werden. Wer dennoch im Netz sucht, findet allenfalls hilfreiche Erklärvideos zur Technik, die das eigentliche Üben im Wasser begleiten, aber nicht ersetzen können.
Was kostet ein Schwimmkurs an der Volkshochschule?
Eine pauschale Preisangabe ist nicht möglich, denn die Gebühren hängen stark von der jeweiligen Volkshochschule, der Kursdauer, der Gruppengröße und den Kosten für die Schwimmbadnutzung ab. Als grobe Orientierung gilt: Anfängerkurse über mehrere Termine bewegen sich häufig im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich pro Termin, sodass für einen kompletten Kurs je nach Umfang ein zwei- bis niedriger dreistelliger Gesamtbetrag zusammenkommen kann. Im Vergleich zu privaten Schwimmschulen schneiden die Volkshochschulen dabei in der Regel günstig ab.
Zu beachten ist, dass zur reinen Kursgebühr mitunter weitere Posten kommen können, etwa der Eintritt ins Schwimmbad, sofern dieser nicht in der Gebühr enthalten ist. Viele Volkshochschulen gewähren zudem Ermäßigungen für bestimmte Personengruppen, beispielsweise für Menschen mit geringem Einkommen, Auszubildende oder Inhaber/innen entsprechender Nachweise. Die genauen Konditionen sollte man dem aktuellen Programm entnehmen oder direkt bei der VHS erfragen.
Wie lange dauert ein Schwimmkurs?
Auch die Dauer variiert. Kinderkurse umfassen häufig acht bis zwölf Einheiten von jeweils etwa 45 Minuten, die wöchentlich stattfinden. Manche Volkshochschulen bieten Schwimmkurse aber auch als kompakte Block- oder Ferienkurse an, bei denen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen geübt wird. Welche Variante besser passt, hängt vom eigenen Zeitplan und der Lerngeschwindigkeit ab. Realistisch sollte man wissen: Bis aus einem Nichtschwimmer ein sicherer Schwimmer wird, braucht es oft mehr als einen einzigen Kurs und vor allem regelmäßiges Üben über den Kurs hinaus.
So funktioniert die Anmeldung zu einem VHS-Schwimmkurs
Die Anmeldung zu einem VHS-Schwimmkurs kann heutzutage vielfach über die Website der jeweiligen Volkshochschule erfolgen. Das Ganze funktioniert wie klassisches Online-Shopping, denn man packt den Kurs einfach in den Warenkorb und folgt dem weiteren Prozess. Interessierte können aber auch klassisch vorgehen, indem sie die Anmeldekarte aus dem Programmheft per Post an die VHS schicken oder sich persönlich in der Geschäftsstelle anmelden. Falls der Schwimmkurs bereits ausgebucht ist, landet man auf der Warteliste und kann mit etwas Glück nachrücken. Grundsätzlich ist es aber empfehlenswert, schnell zu sein und nicht zu lange zu zögern, denn die Plätze sind oftmals sehr begehrt.
Gerade Kinderschwimmkurse sind in vielen Städten regelrecht überlaufen, sodass sich teils lange Wartelisten bilden. Es lohnt sich daher, frühzeitig in Erfahrung zu bringen, wann das neue Programm erscheint, und am besten gleich zu Anmeldebeginn zuzuschlagen.
Wie findet man den richtigen Schwimmkurs?
Menschen, die nicht schwimmen können oder lediglich das Seepferdchen haben, können sehr von einem guten Schwimmkurs profitieren. Hier erlernen sie die grundlegende Schwimmtechnik und werden zu sicheren Schwimmerinnen und Schwimmern. Damit dies gelingt, bedarf es allerdings eines guten Trainings. Wer sich daher die Frage stellt, worauf es ankommt, sollte bei der Auswahl des richtigen Schwimmkurses auf die folgenden Kriterien achten:
- etwaige Voraussetzungen
- Teilnehmerzahl
- Kompetenz und Erfahrung der Lehrkraft
- Umfang des Schwimmtrainings
- Zielgruppe
- Kurszeiten
- Gebühren
Ein häufig unterschätzter Punkt ist die Gruppengröße. In zu großen Gruppen kommt die individuelle Betreuung schnell zu kurz, was gerade bei ängstlichen Anfängern und bei Kindern problematisch ist. Eine überschaubare Teilnehmerzahl sorgt dafür, dass die Lehrkraft auf jeden Einzelnen eingehen kann und niemand untergeht, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.
Wer leitet das Schwimmtraining an der Volkshochschule?
Bei der Auswahl eines geeigneten Schwimmkurses sollte man stets auch auf die Kompetenz des Trainers beziehungsweise der Trainerin achten. Es stellt sich daher die Frage, wer das Schwimmtraining an der Volkshochschule leitet. Grundsätzlich kommen dafür qualifizierte Schwimmausbilder/innen in Betracht. Auch Rettungsschwimmer/innen sowie erfahrene Bademeister/innen sind hier zu nennen. Im Zweifelsfall sollte man mit der VHS in Kontakt treten und sich nach den Lehrkräften im Bereich Schwimmen erkundigen.
Eine fachlich versierte und zugleich einfühlsame Anleitung ist beim Schwimmenlernen entscheidend. Wer Angst vor dem Wasser hat, braucht eine Lehrkraft, die geduldig ist und Sicherheit vermittelt. Gute Ausbilder/innen schaffen genau diese vertrauensvolle Atmosphäre und passen das Tempo an die Gruppe an.
Häufige Fehler und Missverständnisse
Rund um das Schwimmenlernen halten sich einige Irrtümer, die den Erfolg ausbremsen können. Wer sie kennt, geht entspannter und realistischer an den Kurs heran.
Achtung! Tipp aus der Redaktion
Die Volkshochschulen in Deutschland bieten nicht nur Kurse an, um neue Sprachen zu lernen oder sich einem kreativen Hobby zu widmen, sondern sind auch im Bereich Gesundheit und Sport stark vertreten. Das zeigen unter anderem die Schwimmkurse, die einen hohen Stellenwert innerhalb des Volkshochschulwesens genießen. Nichtsdestotrotz ist der folgende Tipp aus unserer Redaktion beachtenswert.
Ziehen Sie Alternativen zu einem Schwimmkurs an der Volkshochschule in Betracht!
Die VHS ist längst nicht die einzige Adresse, wenn es um ein professionelles Schwimmtraining geht. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, verschiedene Alternativen zu berücksichtigen. Hier sind vor allem die folgenden Optionen zu nennen:
- Schwimmvereine
- Schwimmbäder
- Sportvereine
Gerade wenn ein VHS-Kurs ausgebucht ist oder die Wartezeit zu lang erscheint, lohnt der Blick auf diese Anbieter. Vereine punkten häufig mit kontinuierlichem Training, während kommerzielle Schwimmschulen kleinere Gruppen und flexible Termine bieten, allerdings meist zu höheren Preisen. Letztlich zählt, dass überhaupt schwimmen gelernt wird, denn diese Fähigkeit kann im Ernstfall Leben retten.


