Anzeige

VHS Integrationskurs

Ein Integrationskurs hat das Ziel, Zuwanderern einen Zugang zu der deutschen Gesellschaft zu ermöglichen. Im Zuge dessen stehen nicht nur sprachliche Kompetenzen im Fokus, sondern auch ein Verständnis für die hiesige Kultur.

Menschen, die aus einem vollkommen fremden Kulturkreis nach Deutschland kommen, erleben zuweilen einen wahren Kulturschock und tun sich mitunter schwer, sich zurechtzufinden. Insbesondere dann, wenn sie sich hier eine Zukunft aufbauen wollen, ist es wichtig, dass sie Teil der Gesellschaft werden und an dieser teilhaben. Damit dies gelingt, bietet sich der Besuch eines Integrationskurses an.

Sprache, Kultur, Geschichte und Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland sind die Kernthemen eines Integrationskurses, der als Grundangebot zur Integration von Ausländern dient. Diese sollen durch die im Zuge dessen vermittelten Kenntnisse in die Lage versetzt werden, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden und ihre alltäglichen Angelegenheiten eigenständig zu regeln.

vhs-kursangebotVHS-Integrationskurse

Wenn es um einen Integrationskurs geht, ist im Allgemeinen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die richtige Anlaufstelle. Die Durchführung obliegt allerdings örtlichen Institutionen, wie zum Beispiel den Volkshochschulen. Auf dem Gebiet der Integrationskurse sind diese stark vertreten und kümmern sich so intensiv um Zuwanderer, die in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben.

Das Erlernen der deutschen Sprache steht dabei oftmals im Fokus, wobei es mindestens ebenso wichtig ist, dass Zuwanderer die hiesige Lebensweise kennenlernen. Ein Integrationskurs macht dabei den Anfang und ist somit weitaus mehr als eine reine Pflichtübung für Ausländer, die in der Bundesrepublik Deutschland leben möchten.

Deutschkurse für unterschiedlichste Niveaustufen werden an der VHS angeboten und schaffen die Basis dafür, dass Zuwanderer am alltäglichen Leben teilhaben können und sich nicht isoliert fühlen, weil sie die Menschen in Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes nicht verstehen.

Die erworbenen Kenntnisse können durch eine Prüfung belegt werden, so dass die Lernenden den gesetzlichen Anforderungen genügen und den Grundstein für das Leben in Deutschland legen können. Dass die Volkshochschulen stets vor Ort sind und Integrationskurse oftmals zu sehr geringen oder gar keinen Kosten anbieten, macht diese zu wichtigen Anlaufstellen für Zuwanderer.

Wie ist ein Integrationskurs aufgebaut?

Ein Integrationskurs setzt sich aus zwei klar getrennten Bausteinen zusammen, die aufeinander aufbauen. Den weitaus größeren Teil bildet der Sprachkurs, an den sich ein kürzerer Orientierungskurs anschließt. Diese Struktur ist bundesweit einheitlich geregelt, weil das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Rahmenbedingungen vorgibt. Egal, an welcher Volkshochschule man den Kurs belegt, der grundsätzliche Aufbau bleibt derselbe.

Der allgemeine Integrationskurs umfasst in der Regel 700 Unterrichtseinheiten. Davon entfallen rund 600 Einheiten auf den Sprachkurs und 100 Einheiten auf den Orientierungskurs. Eine Unterrichtseinheit dauert üblicherweise 45 Minuten. Der Sprachkurs gliedert sich noch einmal in einen Basis- und einen Aufbausprachkurs, die jeweils in mehrere Module unterteilt sind. So lässt sich der Lernfortschritt in überschaubaren Etappen gestalten.

Neben dem allgemeinen Integrationskurs gibt es spezielle Kursarten, die auf bestimmte Lebenslagen zugeschnitten sind. Folgende Varianten werden an vielen Volkshochschulen angeboten:

  • Allgemeiner Integrationskurs – die Standardvariante für die meisten Teilnehmenden
  • Alphabetisierungskurs – für Menschen, die das lateinische Alphabet noch nicht beherrschen
  • Zweitschriftlernerkurs – für Teilnehmende, die in ihrer Muttersprache eine andere Schrift gelernt haben
  • Elternkurs und Frauenkurs – mit thematischen Schwerpunkten und oft mit Kinderbetreuung
  • Jugendintegrationskurs – für junge Erwachsene bis 27 Jahre
  • Förderkurs – mit zusätzlichen Unterrichtseinheiten bei besonderem Lernbedarf

Die speziellen Kursarten umfassen häufig mehr Unterrichtseinheiten als der allgemeine Kurs, weil sich das Lerntempo am Bedarf der jeweiligen Gruppe orientiert. Ein Alphabetisierungskurs kann beispielsweise 900 oder mehr Stunden vorsehen. Welche Variante die richtige ist, klärt sich in der Regel im Beratungsgespräch und über einen Einstufungstest.

Integrationskurse in Deutschland

2005 wurden die Integrationskurse hierzulande mit dem Zuwanderungsgesetz eingeführt. In diesem Zusammenhang ist zwischen einer Teilnahmeberechtigung und einer Teilnahmeverpflichtung zu differenzieren. Grundsätzlich können Ausländer, die ihren dauerhaften Aufenthalt in Deutschland haben und zudem über eine Aufenthaltserlaubnis verfügen, an einem Integrationskurs teilnehmen.

Teilnahmeberechtigte Personen, die Sozialleistungen beziehen oder anderweitig integrationsbedürftig sind und zudem nur über unzureichende Deutschkenntnisse verfügen, können zu der Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet werden.

Wer an einem Integrationskurs teilnehmen möchte, benötigt in der Regel eine Berechtigung oder Verpflichtung. Diese erhält man entweder direkt über das BAMF, über die Ausländerbehörde oder über das Jobcenter. Mit diesem sogenannten Berechtigungsschein wendet man sich anschließend an einen anerkannten Kursträger vor Ort, also beispielsweise an die örtliche Volkshochschule. Die VHS übernimmt dann die Anmeldung, die Einstufung und die Durchführung des Kurses.

Integrationskurs online

Über die eine oder andere Einrichtung besteht auch die Möglichkeit, einen Integrationskurs online zu absolvieren. Insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass die Kursplätze an den Volkshochschulen zeitweise schnell erschöpft sind und viele Menschen darauf warten, an einem entsprechenden Lehrgang teilnehmen zu können, erweisen sich Online-Integrationskurse als interessante Lösungen.

Neben einem Sprachkurs findet im Zuge dessen auch ein virtueller Orientierungskurs statt. Hohe Kapazitäten, maximale Flexibilität und ein leichter Zugang sorgen für eine hohe Nachfrage im Bereich der Online-Integrationskurse. Es kann sich also lohnen, nach entsprechenden Online-Angeboten Ausschau zu halten. Wichtig ist dabei, dass der jeweilige Online-Kurs ebenfalls vom BAMF anerkannt sein muss, damit er als offizieller Integrationskurs gilt.

Online oder Präsenz an der VHS – was passt besser?

Sowohl der klassische Präsenzkurs an der Volkshochschule als auch der Online-Integrationskurs haben ihre Berechtigung. Welche Form besser passt, hängt stark von der persönlichen Lebenssituation und den eigenen Sprachvoraussetzungen ab. Beide Varianten vermitteln dieselben Inhalte und führen zu denselben Abschlüssen, unterscheiden sich aber im Lernalltag spürbar.

Der Präsenzunterricht an der VHS bietet einen festen Rahmen mit regelmäßigen Terminen, direktem Kontakt zur Lehrkraft und der Gelegenheit, das gesprochene Deutsch unmittelbar mit anderen Teilnehmenden zu üben. Gerade beim Spracherwerb ist dieser direkte Austausch von großem Wert. Viele Lernende profitieren zudem von der sozialen Komponente, denn im Kurs entstehen Kontakte zu Menschen in einer ähnlichen Lebenslage.

Ein Online-Integrationskurs punktet hingegen mit Flexibilität. Wer beruflich eingespannt ist, Kinder betreut oder weit von der nächsten Volkshochschule entfernt wohnt, kann hier oft leichter teilnehmen. Allerdings setzt das Online-Lernen ein gewisses Maß an Selbstdisziplin sowie eine stabile Internetverbindung und ein geeignetes Endgerät voraus. Wer noch ganz am Anfang steht und kaum Deutsch spricht, kommt im persönlichen Unterricht meist schneller voran.

Welche Inhalte stehen bei einem Integrationskurs an der VHS auf dem Plan?

Integrationskurse werden vielfach als Deutschkurse für Zuwanderer/innen wahrgenommen, sind aber weitaus mehr. Dies zeigt sich, wenn man beispielsweise den Inhalten eines Integrationskurses an der VHS auf den Grund geht. Im Zuge dessen stehen die folgenden Inhalte auf dem Plan:

  • Deutsche Sprache
  • Wohnen
  • Gesundheit
  • Einkaufen
  • Arbeit und Beruf
  • Kindererziehung
  • Mobilität
  • Medien
  • soziale Kontakte
  • Freizeit
  • Recht

Ein Integrationskurs vermittelt somit nicht nur Deutschkenntnisse, sondern bietet auch Orientierung für das alltägliche Leben in Deutschland.

Im Sprachkurs lernen die Teilnehmenden anhand alltagsnaher Situationen. Dazu gehören typische Übungen wie das Ausfüllen von Formularen, das Führen von Telefongesprächen, das Schreiben kurzer Nachrichten oder das Verstehen von Behördenbriefen. Auch das Einüben von Gesprächen beim Arzt, beim Einkaufen oder am Arbeitsplatz spielt eine zentrale Rolle. Die Lehrkräfte trainieren dabei gezielt alle vier Sprachkompetenzen, also Lesen, Hören, Sprechen und Schreiben.

Der Orientierungskurs widmet sich anschließend dem Leben in Deutschland im weiteren Sinne. Hier geht es um die Rechtsordnung, das politische System mit seinen demokratischen Grundwerten, die jüngere deutsche Geschichte sowie um Themen wie Religionsfreiheit, Gleichberechtigung und das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft. Dieses Wissen hilft den Teilnehmenden, ihre Rechte und Pflichten zu verstehen und sich im Alltag sicherer zu bewegen.

Welche Abschlüsse und Prüfungen gibt es?

Am Ende eines Integrationskurses stehen in der Regel zwei Prüfungen. Den Sprachkurs schließt der sogenannte Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) ab. Dieser Test ermittelt, ob die Teilnehmenden das Sprachniveau A2 oder B1 erreicht haben. Das Sprachniveau orientiert sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen, der Stufen von A1 bis C2 vorsieht. Das Niveau B1 gilt als das Ziel des Integrationskurses, weil es eine selbstständige Sprachverwendung im Alltag belegt.

Den Orientierungskurs schließt der Test „Leben in Deutschland“ ab. Dabei handelt es sich um einen Fragebogen mit Fragen zu Politik, Geschichte, Gesellschaft sowie zu Rechten und Pflichten. Wer beide Prüfungen besteht, erhält das „Zertifikat Integrationskurs“. Dieses Zertifikat ist mehr als ein Nachweis über besuchten Unterricht, denn es kann unter bestimmten Voraussetzungen bei der Einbürgerung und bei der Niederlassungserlaubnis von Bedeutung sein.

Wer das Niveau B1 im ersten Anlauf nicht erreicht, muss nicht entmutigt sein. Unter bestimmten Bedingungen ist es möglich, weitere Unterrichtseinheiten zu wiederholen und die Prüfung erneut abzulegen. Die Volkshochschule berät hier individuell und zeigt die jeweiligen Möglichkeiten auf.

Wie steht es um die Anerkennung eines Integrationskurses an der Volkshochschule?

Zuwanderer/innen sind gegebenenfalls zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet und tun ohnehin gut daran, sich mit der deutschen Sprache und Kultur zu befassen. Die Volkshochschulen können mit entsprechenden Angeboten aufwarten, die in der Regel von den Behörden anerkannt werden.

Das BAMF erkennt entsprechende Volkshochschulkurse an und betrachtet die Teilnahmepflicht dadurch als erfüllt. Entscheidend ist, dass die Volkshochschule als Kursträger eine offizielle Zulassung des BAMF besitzt. Diese Zulassung ist bei den meisten Volkshochschulen gegeben, weil sie seit Jahren als verlässliche Partner in der Erwachsenenbildung tätig sind.

Was kostet ein Integrationskurs an der VHS?

Die Kosten für einen Integrationskurs werden nicht von der Volkshochschule frei festgelegt, sondern folgen den bundesweiten Vorgaben. Pro Unterrichtseinheit fällt ein gesetzlich festgelegter Kostenbeitrag an, den die Teilnehmenden selbst tragen, sofern sie nicht von der Zahlung befreit sind. Über den gesamten Kurs hinweg ergibt sich daraus ein dreistelliger Betrag, dessen genaue Höhe vom Umfang des jeweiligen Kurses abhängt.

Viele Teilnehmende zahlen jedoch deutlich weniger oder gar nichts. Wer Leistungen vom Jobcenter oder vom Sozialamt bezieht oder über ein geringes Einkommen verfügt, kann eine Kostenbefreiung beantragen. In diesem Fall übernimmt der Staat den Kostenbeitrag vollständig. Hinzu kommt, dass Teilnehmende, die den Kurs zügig und erfolgreich abschließen, unter Umständen einen Teil ihres gezahlten Beitrags zurückerstattet bekommen können. Welche Regelungen im Einzelfall gelten, hängt von der persönlichen Situation ab und sollte vor der Anmeldung mit der Volkshochschule und der zuständigen Behörde geklärt werden.

Da sich Gebühren und Fördermöglichkeiten je nach VHS und je nach individueller Lage unterscheiden, lohnt sich vor der Anmeldung ein Beratungsgespräch. So lassen sich böse Überraschungen vermeiden und etwaige Zuschüsse von Anfang an einplanen.

Für wen eignet sich ein Integrationskurs?

Ein Integrationskurs richtet sich an erwachsene Zuwanderer/innen, die dauerhaft in Deutschland leben und die deutsche Sprache von Grund auf oder weiter lernen möchten. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand schon ein paar Brocken Deutsch versteht oder bei null anfängt, denn die Einstufung sorgt dafür, dass jede Person im passenden Modul startet.

Voraussetzung ist in der Regel ein rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland. Manche Personen sind zur Teilnahme verpflichtet, etwa wenn die Ausländerbehörde oder das Jobcenter dies anordnet. Andere nehmen freiwillig teil, weil sie ihre beruflichen und gesellschaftlichen Chancen verbessern möchten. Auch EU-Bürger und deutsche Staatsangehörige mit unzureichenden Deutschkenntnissen können unter bestimmten Voraussetzungen einen Platz erhalten, sofern freie Kapazitäten vorhanden sind.

Wer noch nicht lesen und schreiben kann oder in der Muttersprache eine andere Schrift gelernt hat, ist in einem speziell zugeschnittenen Kurs am besten aufgehoben. Auch hier hilft die Beratung an der Volkshochschule, die richtige Kursart zu finden.

Was bringt ein Integrationskurs konkret?

Ein Integrationskurs ist eine Investition in die eigene Zukunft in Deutschland. Wer die Sprache beherrscht und die Spielregeln des Alltags kennt, kann sich freier bewegen, eigenständig Behördengänge erledigen und leichter Anschluss finden. Das erworbene Sprachniveau ist zudem häufig eine Voraussetzung für eine Ausbildung, einen Arbeitsplatz oder ein Studium.

Darüber hinaus kann das Zertifikat des Integrationskurses bei aufenthaltsrechtlichen Fragen eine Rolle spielen. Für die Niederlassungserlaubnis und für die Einbürgerung sind Sprachkenntnisse und Wissen über das Leben in Deutschland in vielen Fällen verbindlich gefordert. Der erfolgreich abgeschlossene Integrationskurs deckt diese Anforderungen oft ab und erspart zusätzliche Prüfungen.

Bei aller Begeisterung gehört aber auch eine ehrliche Einordnung dazu. Ein Integrationskurs legt ein solides Fundament, ersetzt aber nicht das tägliche Üben im Alltag. Das Niveau B1 ermöglicht eine selbstständige Verständigung, reicht aber für anspruchsvolle berufliche Tätigkeiten oft noch nicht aus. Wer höher hinaus will, schließt nach dem Integrationskurs in der Regel weiterführende Sprachkurse an, etwa einen Berufssprachkurs auf den Niveaustufen B2 oder C1.

5 Tipps zum Deutschlernen

Teilnehmende an einem Integrationskurs müssen einige Hürden nehmen. Dazu gehört unter anderem auch das Deutschlernen. Wer die deutsche Sprache beherrscht, kann sich leichter integrieren und so in seiner neuen Heimat vorankommen.

Das Erlernen der deutschen Sprache hat folglich oberste Priorität. Passend dazu gibt es im Folgenden fünf wertvolle Tipps:

  • Gegebenenfalls sollten Deutschlernende einen Integrationskurs mit integrierter Alphabetisierung wählen, um das Schreiben und Lesen von der Pike auf zu lernen!
  • Lernende der deutschen Sprache sollten Nomen stets mit den dazugehörigen Artikeln lernen!
  • Teilnehmende an einem Integrationskurs sollten im Alltag Deutsch sprechen, um die Sprachpraxis zu verinnerlichen!
  • Menschen mit Migrationshintergrund sollten Kontakte zu Einheimischen knüpfen und so tagtäglich Deutsch sprechen!
  • Lautes Vorlesen sowie der Konsum deutschsprachiger Medien kann helfen, die Deutschkenntnisse schnell zu verbessern!

Häufige Fehler und Missverständnisse

Rund um den Integrationskurs halten sich einige hartnäckige Irrtümer, die im Vorfeld für Verunsicherung sorgen. Ein weit verbreitetes Missverständnis besteht darin, dass ein Integrationskurs ausschließlich ein Deutschkurs sei. Tatsächlich gehört der Orientierungskurs fest dazu und vermittelt wichtiges Wissen über Gesellschaft, Geschichte und Recht.

Ein weiterer Fehler ist es, die Anmeldung auf die lange Bank zu schieben. Wer einen Berechtigungsschein erhalten hat, sollte sich zeitnah um einen Kursplatz bemühen, denn beliebte Kurszeiten sind schnell vergeben. Ebenso unterschätzen manche den eigenen Zeitaufwand. Ein Integrationskurs bedeutet regelmäßige Teilnahme über mehrere Monate, häufig an mehreren Tagen pro Woche. Wer von Beginn an realistisch plant, kommt entspannter durch den Kurs.

Schließlich kursiert die Annahme, dass das Bestehen der Abschlussprüfung reine Formsache sei. Der Deutsch-Test für Zuwanderer verlangt aktives Üben und Mitarbeit über den gesamten Kurs hinweg. Wer kontinuierlich dranbleibt und das Gelernte im Alltag anwendet, hat die besten Chancen auf das angestrebte Niveau B1.

Checkliste: So finden Sie den richtigen Integrationskurs

Unabhängig von einer etwaigen Pflicht ist die Teilnahme an einem Integrationskurs für Zuwanderer/innen immer sinnvoll. Diese lernen so viel über Land und Leute und entwickeln ein Verständnis für die deutsche Kultur und Sprache.

Das Angebot an Integrationskursen ist allerdings groß, sodass man leicht den Überblick verlieren kann. Die folgende Checkliste soll dies verhindern und zeigt auf, worauf es ankommt:

  • BAMF-Anerkennung
  • Umfang und Inhalt
  • Dauer und Lehrgangszeiten
  • Voraussetzungen
  • Gruppengröße
  • Veranstaltungsort
  • Kosten

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Integrationskurs an der VHS?
Ein allgemeiner Integrationskurs umfasst in der Regel 700 Unterrichtseinheiten, davon rund 600 im Sprachkurs und 100 im Orientierungskurs. Je nach Kurstempo, ob Vollzeit oder berufsbegleitend in Teilzeit, erstreckt sich das über mehrere Monate. Spezielle Kurse wie Alphabetisierungskurse können deutlich mehr Stunden vorsehen.
Brauche ich Vorkenntnisse, um teilnehmen zu können?
Nein. Ein Integrationskurs kann ohne jegliche Deutschkenntnisse begonnen werden. Vor dem Start nimmt man an einem Einstufungstest teil, der das passende Modul bestimmt. Wer noch nicht lesen und schreiben kann, findet in einem Alphabetisierungskurs den richtigen Einstieg.
Ist die Teilnahme kostenlos?
Es fällt ein gesetzlich festgelegter Kostenbeitrag pro Unterrichtseinheit an. Wer Leistungen vom Jobcenter oder Sozialamt bezieht oder ein geringes Einkommen hat, kann sich von diesem Beitrag befreien lassen und nimmt dann kostenlos teil. Bei zügigem und erfolgreichem Abschluss ist zudem eine teilweise Rückerstattung möglich.
Welches Sprachniveau erreiche ich im Integrationskurs?
Ziel ist das Niveau B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen, das eine selbstständige Verständigung im Alltag belegt. Wer dieses Niveau nicht erreicht, schließt mit A2 ab. Für höhere Ziele schließen sich nach dem Integrationskurs weiterführende Berufssprachkurse auf B2 oder C1 an.
Wo melde ich mich für einen Integrationskurs an?
Zunächst benötigt man eine Berechtigung oder Verpflichtung vom BAMF, von der Ausländerbehörde oder vom Jobcenter. Mit diesem Berechtigungsschein wendet man sich an einen zugelassenen Kursträger vor Ort, etwa die örtliche Volkshochschule. Diese übernimmt Einstufung, Anmeldung und Durchführung.
Findet der Integrationskurs auch online statt?
Ja, manche Träger bieten Online-Integrationskurse an, die vom BAMF ebenfalls anerkannt sein müssen. Sie sind besonders für Menschen mit wenig Zeit oder weiter Anfahrt interessant. Für Einsteiger ohne Sprachkenntnisse ist der Präsenzunterricht an der VHS jedoch oft leichter, weil das Sprechen direkt geübt wird.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Interessierte an Integrationskursen an der Volkshochschule können diese nutzen, um in Deutschland anzukommen und sich besser in ihrem neuen Leben zurechtzufinden. Damit dies bestmöglich gelingt und beispielsweise nicht am Geld scheitert, gibt es nachfolgend einen Tipp aus unserer Redaktion.

Kümmern Sie sich um die Finanzierung Ihres Integrationskurses an der VHS!

Die Teilnahme an einem VHS-Kurs ist zwar in der Regel nicht allzu teuer, aber doch mit gewissen Kosten verbunden. Menschen mit wenig Geld können eine Ermäßigung in Anspruch nehmen, müssen das Ganze aber dennoch bezahlen. Im Falle eines Integrationskurses kann dies allerdings anders aussehen.

Wer Leistungen vom Jobcenter bezieht, kann kostenlos an einem VHS-Integrationskurs teilnehmen und muss sich folglich keine Gedanken bezüglich der Finanzierung machen. Grundsätzlich ist es aber wichtig, die finanzielle Seite vorab zu klären, um später keine böse Überraschung zu erleben.

Verwandte Kurse




Anzeige


Dieser Beitrag wurde zuletzt am 27.06.2026 aktualisiert.

VHS Informationsmaterial



Anzeige