VHS Kurs Kommunikation – Kommunikationstraining
Als Kommunikation lässt sich grundsätzlich jeglicher Informationsaustausch definieren. Da es sich dabei um eine grundlegende Fähigkeit des Menschen handelt, ist der Bedarf an entsprechenden VHS-Kursen nicht immer ersichtlich. Kleinkinder lernen ihre Muttersprache und sammeln im Laufe ihres Lebens Erfahrungen bei der Interpretation von Gestik und Mimik, so dass man meinen könnte, im Bereich Kommunikation bestünde kein weiterer Lernbedarf in Form von Kursen.
Dem ist aber nicht so, denn nicht wenige Menschen entwickeln im Laufe der Zeit den Wunsch, sich persönlich weiterzuentwickeln. Die Kommunikation ist dabei ein zentraler Aspekt, so dass der eine oder andere Kurs durchaus der individuellen Persönlichkeitsentwicklung dienen kann.
Kommunikations-Kurse an der Volkshochschule
Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung sind wesentliche Aspekte des klassischen VHS-Kursprogramms. Dementsprechend findet sich an der örtlichen Volkshochschule zumeist eine große Auswahl an Kommunikations-Kursen. Je nach persönlicher Ausgangslage und Zielsetzung dürfte man so durchaus fündig werden. Zentrale Themen sind hier vor allem die folgenden Bereiche:
- Rhetorik
- Präsentationstechniken
- Gesprächsführung
- Stimm- und Sprechtraining
- Körpersprache
- Mimik
- Schlagfertigkeit
- Smalltalk
Wer sich persönlich weiterentwickeln und seine Wirkung auf andere Menschen optimieren möchte, liegt mit einem VHS-Kurs Kommunikation goldrichtig. Die Fähigkeiten sowie das Wissen kann man sich im Alltag ebenso wie im Beruf zunutze machen. Die meisten Volkshochschulen ordnen die entsprechenden Angebote den Programmbereichen Beruf, Persönlichkeitsentwicklung oder Gesellschaft zu, weshalb sich ein Blick in mehrere Rubriken des Programmhefts lohnt.
Was lernt man in einem Kommunikationstraining konkret?
Ein verbreitetes Missverständnis lautet, ein Kommunikationskurs bestehe vor allem aus theoretischen Vorträgen. Tatsächlich liegt der Schwerpunkt an den Volkshochschulen meist auf dem Üben. Die Teilnehmenden setzen sich zwar auch mit Modellen der Kommunikation auseinander, doch der eigentliche Lerneffekt entsteht durch das praktische Ausprobieren und die anschließende Rückmeldung durch die Kursleitung und die Gruppe.
Inhaltlich greifen viele Kommunikationskurse auf bewährte Modelle zurück, die das Verständnis für zwischenmenschliche Verständigung schärfen. Häufig vermittelte Grundlagen sind:
- das Vier-Seiten-Modell (auch Kommunikationsquadrat) nach Friedemann Schulz von Thun, das Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung und Appell unterscheidet
- die Grundannahmen von Paul Watzlawick, etwa der bekannte Satz, dass man nicht nicht kommunizieren kann
- Techniken des aktiven Zuhörens und des Spiegelns
- die Unterscheidung von verbaler, paraverbaler (Stimme, Tonfall) und nonverbaler (Körpersprache) Ebene
- Grundzüge des Feedbacks sowie der wertschätzenden, gewaltfreien Kommunikation
Auf diese Grundlagen bauen die praktischen Module auf. Typische Übungen sind kurze Stegreifreden, Rollenspiele zu schwierigen Gesprächssituationen, Vorstellungsrunden vor der Gruppe oder das gezielte Üben von Smalltalk. In vielen Kursen wird mit Video gearbeitet: Die eigene Wirkung wird aufgezeichnet und gemeinsam analysiert. Gerade dieser Blick von außen ist für viele Teilnehmende der wertvollste Teil, weil sich Gewohnheiten wie Füllwörter, eine leise Stimme oder eine verschlossene Körperhaltung so erst bewusst machen lassen.
Kommunikations-Kurs für Anfänger
Grundsätzlich ist niemand absoluter Anfänger auf dem Gebiet der Kommunikation, denn bereits Säuglinge treten im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit ihren Mitmenschen in Kontakt. Im Laufe des Lebens erwirbt man immer mehr kommunikative Fähigkeiten. Dass beispielsweise die Volkshochschulen dennoch Kommunikations-Kurse für Anfänger bereithalten, wirkt folglich überraschend oder auch befremdlich.
Die Anfängerkurse meinen keineswegs, dass man dabei die Grundlagen der Kommunikation lernen soll, es geht vielmehr um einen Einstieg in die Theorie der Kommunikation. Zudem kann man so auch erste rhetorische Übungen absolvieren und wird rasch bemerken, dass es trotz aller Lebenserfahrung noch viel Platz nach oben gibt.
Einsteigerkurse setzen in aller Regel keinerlei Vorkenntnisse voraus. Es braucht weder einen bestimmten Schulabschluss noch berufliche Erfahrung in einem Sprechberuf. Wer ohne Vorbereitung kommt, ist also richtig. Hilfreich ist allerdings die Bereitschaft, sich in der Gruppe auszuprobieren und auch einmal vor anderen zu sprechen, denn ohne aktive Teilnahme bleibt der Lerneffekt begrenzt.
Für wen sich ein Kommunikationskurs eignet
Die Zielgruppe ist denkbar breit. Profitieren können beispielsweise Berufstätige, die in Meetings souveräner auftreten oder Präsentationen sicherer halten möchten. Ebenso angesprochen sind Menschen, die im Alltag schlagfertiger reagieren, Konflikte ruhiger lösen oder ihre Scheu vor Gruppen abbauen wollen. Auch wer beruflich neu in eine Führungs- oder Beratungsrolle wechselt, findet im VHS-Programm passende Angebote. Wichtig ist vor allem, den inhaltlichen Schwerpunkt eines Kurses mit dem eigenen Ziel abzugleichen, denn ein Rhetorikkurs verfolgt andere Schwerpunkte als ein Training zur Konfliktlösung oder ein reines Stimm- und Sprechtraining.
Online-Kurse Kommunikation
Live-Chats, virtuelle Klassenräume, Podcasts und viele weitere Lehrangebote sorgen dafür, dass auch die praktische Kommunikation im Falle eines Online-Kurses nicht zu kurz kommt. Die örtliche VHS ist ohne Frage eine lohnende, aber längst nicht die einzige Adresse, wenn es um einen Kommunikations-Kurs geht. Wenn das Ganze zeitlich und örtlich flexibel ablaufen soll, ist ein Online-Kurs die richtige Wahl.
Online oder Präsenz an der VHS – was passt besser?
Viele Volkshochschulen bieten Kommunikationskurse mittlerweile sowohl in Präsenz als auch online an. Beide Formen haben ihre Berechtigung, doch gerade bei einem so körperlichen Thema wie Kommunikation lohnt es sich, die Unterschiede genau abzuwägen.
Die Präsenzform punktet vor allem dort, wo es auf das unmittelbare Miteinander ankommt. Körpersprache, Mimik und die Wirkung der Stimme im Raum lassen sich vor Ort am realistischsten erproben. Rollenspiele wirken authentischer, und das spontane Feedback der Gruppe ist direkter. Wer an Lampenfieber arbeiten möchte, profitiert besonders, weil das Sprechen vor echten Menschen geübt wird.
Online-Kurse spielen demgegenüber ihre Stärken bei der Flexibilität aus. Sie sparen Anfahrtswege und lassen sich leichter mit Beruf und Familie vereinbaren. Für Themen wie schriftliche Kommunikation, Gesprächsvorbereitung oder die theoretischen Grundlagen sind sie gut geeignet. Wer in Videokonferenzen souveräner wirken möchte, übt online sogar genau in der Umgebung, die er später nutzt. Wichtig ist eine stabile Internetverbindung und die Bereitschaft, die Kamera einzuschalten, denn ohne sichtbares Gegenüber geht ein großer Teil der Übung verloren.
Dauer, Format und Kosten eines VHS-Kommunikationskurses
Ein einheitliches Format gibt es nicht, denn jede Volkshochschule stellt ihr Programm eigenständig zusammen. Verbreitet sind drei Varianten: kompakte Wochenend- oder Tagesworkshops, die ein Thema in wenigen Stunden bündeln, fortlaufende Abendkurse über mehrere Wochen sowie einzelne Vortrags- oder Schnupperabende zum Einstieg. Wochenendseminare umfassen häufig einen oder zwei Tage, während Abendkurse oft über ein Semester mit wöchentlichen Treffen laufen.
Auch bei den Kosten gibt es keine pauschale Antwort, sie hängen von Träger, Region, Kursdauer und Gruppengröße ab. Kürzere Workshops bewegen sich vielerorts im unteren bis mittleren zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Bereich, mehrtägige oder semesterlange Kurse können entsprechend höher liegen. Verlässlich ist nur ein Blick in das aktuelle Programm der Volkshochschule vor Ort. Viele VHS gewähren zudem Ermäßigungen, etwa für Auszubildende, Studierende, Arbeitssuchende oder Inhaber bestimmter Pässe. Es lohnt sich, vor der Anmeldung gezielt nach solchen Vergünstigungen zu fragen.
So kann man einen Kommunikationskurs an der Volkshochschule buchen
Die Anmeldung zu einem VHS-Kurs kann ganz klassisch auf dem Postweg erfolgen. Die Volkshochschulen stellen dazu in ihren Programmheften Anmeldekarten zur Verfügung. Das aktuelle Programm ist aber auch auf der Website ersichtlich. Dort findet man im Bereich Beruf, Gesellschaft, Persönlichkeitsentwicklung oder Kultur den einen oder anderen Kommunikationskurs. Indem man diesen in den Warenkorb packt und dem Prozess folgt, kann man den Kurs bequem online buchen.
Neben der Online- und Postanmeldung sind in der Regel auch eine telefonische Anmeldung oder der persönliche Besuch in der Geschäftsstelle möglich. Bei beliebten Kursen empfiehlt es sich, nicht zu lange zu warten, da die Plätze begrenzt sind. Ist ein Kurs bereits ausgebucht, lohnt der Eintrag auf eine Warteliste, denn durch Absagen werden immer wieder Plätze frei.
An wen richten sich Volkshochschulkurse im Bereich Kommunikation?
Grundsätzlich sind Volkshochschulkurse offen und richten sich an eine breite Zielgruppe. Da die Kommunikation für alle Menschen von Relevanz ist, gibt es bei den betreffenden VHS-Kursen oftmals keine bestimmte Zielgruppe. Interessierte sollten allerdings den inhaltlichen Schwerpunkt beachten. Einige Kurse widmen sich der professionellen Kommunikation im Beruf, während andere Kurse eher die Schlagfähigkeit im Alltag fokussieren. In anderen Fällen geht es um die allgemeine Ausdrucksfähigkeit.
Wie läuft ein Kommunikationskurs an der Volkshochschule ab?
Der Ablauf eines Kommunikationskurses an der Volkshochschule kann je nach Zielsetzung, Schwerpunkt und Dozent/in variieren. Im Allgemeinen werden theoretische Kenntnisse vermittelt. Zusätzlich finden praktische Übungen statt. In vielen Fällen werden die Übungen auch auf Video aufgenommen, um sie anschließend ausführlich analysieren zu können. Dadurch ergibt sich ein großer Lerneffekt.
Ein typischer Kursabend oder Workshop-Block beginnt häufig mit einem kurzen theoretischen Impuls, etwa zu einem Kommunikationsmodell oder einer Technik. Darauf folgt der praktische Teil mit Übungen, Rollenspielen oder Diskussionen in Kleingruppen. Den Abschluss bildet meist eine Feedbackrunde, in der die Beobachtungen besprochen werden. Die Gruppen sind in der Regel überschaubar, damit jeder ausreichend zu Wort kommt und individuelle Rückmeldung erhält. Das Lerntempo ist auf Erwachsene zugeschnitten, ein Leistungsdruck wie in der Schule entsteht dabei nicht.
Was ein VHS-Kommunikationskurs leisten kann – und was nicht
Ein Kommunikationstraining an der Volkshochschule vermittelt Werkzeuge, schärft das Bewusstsein für die eigene Wirkung und bietet einen geschützten Rahmen zum Üben. Wer sich aktiv einbringt, kann merklich sicherer auftreten, gezielter zuhören und schwierige Gespräche gelassener angehen. Gerade die ehrliche Rückmeldung aus der Gruppe ist ein Effekt, den man im Selbststudium kaum erzielt.
Realistisch betrachtet ist ein einzelner Kurs jedoch kein Garant für eine grundlegende Persönlichkeitsveränderung. Kommunikative Kompetenz entwickelt sich über Zeit und durch Wiederholung. Ein Wochenendseminar liefert Impulse und einen guten Start, doch die eigentliche Festigung passiert im Alltag, wenn man das Gelernte immer wieder anwendet. Auch tiefer liegende Themen wie ausgeprägte soziale Ängste fallen nicht in den Bereich eines VHS-Kurses, hier ist gegebenenfalls professionelle Beratung der bessere Weg. Mit dieser Einordnung im Hinterkopf bleibt der Nutzen aber unbestritten: Als niedrigschwelliger, bezahlbarer Einstieg in das Thema sind die Volkshochschulen kaum zu schlagen.
Häufige Fehler von Einsteigern
Wer zum ersten Mal einen Kommunikationskurs besucht, läuft in einige typische Stolperfallen. Häufig wird der Kurs zu passiv erlebt, dabei entsteht der Fortschritt fast ausschließlich durch das eigene Mitmachen. Ebenso verbreitet ist die Erwartung, nach einem Abend bereits ein anderer Mensch zu sein. Auch die Wahl des falschen Schwerpunkts kommt vor, etwa wenn jemand ein Rhetorikseminar bucht, eigentlich aber an seiner Konfliktfähigkeit arbeiten möchte. Und schließlich unterschätzen viele die Bedeutung des Übens nach dem Kurs, ohne das die neuen Fähigkeiten schnell wieder verblassen.
Häufige Fragen
Achtung! Tipp aus der Redaktion
Kommunikative Kompetenzen sind im Beruf oftmals ein entscheidender Faktor für den Aufstieg auf der Karriereleiter. Auch im zwischenmenschlichen Bereich kann man von den Kenntnissen aus einem Kommunikationskurs sehr profitieren. Dass das Interesse an solchen Volkshochschulkursen groß ist, ist somit nicht verwunderlich. Der folgende Tipp sollte dabei ebenso Beachtung finden.
Denken Sie auch an Alternativen zu einem VHS-Kurs Kommunikation!
Seminare und Lehrgänge in Sachen Kommunikation werden von vielen Volkshochschulen angeboten, dennoch sollten Interessierte auch an Alternativen zu einem VHS-Kurs denken. Seminare bei Kommunikationstrainern, der Besuch von Vorträgen, das Studium von Fachliteratur sowie Online-Kurse sind hier zu nennen. Für berufliche Zwecke kommen zudem Weiterbildungen über die Arbeitgeber oder spezialisierte Bildungsträger infrage, die bisweilen tiefer auf einzelne Themen wie Konfliktmanagement oder Verhandlungsführung eingehen.


