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Volkshochschulen in Sachsen

Rund 18.420 Quadratkilometer Fläche, etwa vier Millionen Einwohner, zehn Landkreise und drei kreisfreie Städte, so lauten die harten Fakten zum Freistaat Sachsen. Für all diejenigen, die hier ihre Heimat gefunden haben und das lebenslange Lernen leben, dürfte darüber hinaus interessant sein, dass es ein dichtes Netz an Volkshochschulen in Sachsen gibt. Der Freistaat bietet seinen Bürgern folglich auch abseits des klassischen Schulsystems vielfältige Möglichkeiten zur Qualifizierung. Dem öffentlichen Bildungsauftrag entsprechend sorgen die Volkshochschulen des Landes für ein breit gefächertes Kursangebot auf dem Gebiet der Weiterbildung und Erwachsenenbildung. Unabhängig davon, ob man seiner Kreativität freien Lauf lassen, sich beruflich qualifizieren, fremdsprachliche Kenntnisse aneignen oder einfach etwas für die Allgemeinbildung tun möchte, lohnt es sich, bei der örtlichen VHS vorbeizuschauen.

Dieses Portal ist eine unabhängige Informationsseite rund um die Volkshochschulen in Deutschland und kein offizielles Angebot einer einzelnen VHS oder des Verbands. Hier findest du einen neutralen Überblick darüber, wie die Volkshochschullandschaft in Sachsen aufgestellt ist, welche Kursbereiche typisch sind und worauf du im Freistaat besonders achten solltest, etwa beim Thema Bildungsurlaub. Für die konkrete Anmeldung, aktuelle Termine und Preise führt der Weg anschließend immer zur Volkshochschule vor Ort.

Die VHS-Landschaft im Freistaat Sachsen

Bundesweit koordiniert und fördert der Deutsche Volkshochschul-Verband die Arbeit der VHS in der gesamten Bundesrepublik. Ihm gehören 16 Landesverbände an, zu denen auch der Landesverband der Volkshochschulen in Sachsen, der Sächsische Volkshochschulverband, gehört. Darin haben sich die Träger der sächsischen Volkshochschulen zusammengeschlossen, um eine gemeinsame Koordination und Förderung ihrer Bildungsarbeit zu erreichen. Der Verband vertritt die Interessen der VHS in Sachsen auf Landes- sowie Bundesebene und leistet so einen wichtigen Beitrag zu dieser Form der öffentlichen Weiterbildung und Erwachsenenbildung.

Träger der Volkshochschulen sind in der Regel Landkreise, kreisfreie Städte oder kommunale Zweckverbände. Diese öffentliche Trägerschaft ist ein zentrales Merkmal und unterscheidet die VHS von rein privaten Bildungsanbietern: Sie ist allen Bevölkerungsgruppen zugänglich, weltanschaulich neutral und auf gemeinnützige Bildungsarbeit statt auf Gewinn ausgerichtet. In Sachsen verteilen sich die Volkshochschulen über die großen Städte ebenso wie über die ländlich geprägten Regionen, vom Vogtland über das Erzgebirge bis ins Dreiländereck der Oberlausitz.

Die einzelnen Volkshochschulen verfügen zudem über verschiedene Außen- und Betriebsstätten, sodass die Angebote im gesamten Freistaat verfügbar sind. Unabhängig davon, wo in Sachsen man wohnt, gibt es folglich meist eine VHS oder eine Geschäftsstelle in erreichbarer Nähe. Das Kursangebot kommt dabei sehr vielseitig daher und reicht von beruflichen Weiterbildungen über Schulabschlüsse bis hin zu Kreativkursen.

Kursbereiche an den Volkshochschulen in Sachsen

Das Programm einer Volkshochschule ist breit angelegt und folgt dem Gedanken, dass Bildung für alle zugänglich sein soll. Die genauen Schwerpunkte unterscheiden sich von Standort zu Standort, in der Regel finden sich aber die folgenden Bereiche im Programm der sächsischen Volkshochschulen wieder:

  • Sprachen: Von Englisch über die romanischen Sprachen bis zu Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (auch Integrationskurse), meist gestuft nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen von A1 bis C2.
  • EDV und digitale Bildung: Grundlagen am Computer, Office-Anwendungen, Smartphone- und Tablet-Kurse sowie zunehmend Angebote zu Medienkompetenz und künstlicher Intelligenz.
  • Gesundheit: Bewegung, Entspannung, Ernährung und Prävention, vom Rückentraining über Yoga bis zu Kochkursen.
  • Beruf und Karriere: Fachliche Weiterbildung, kaufmännische Kurse und Vorbereitung auf anerkannte Zertifikate.
  • Kultur und Gestalten: Kreativkurse von Malerei und Fotografie bis zu Handwerk und Musik.
  • Grundbildung und Schulabschluss: Alphabetisierung, Rechnen, Grundbildung sowie das Nachholen von Schulabschlüssen.

Zu Beginn eines jeden Semesters bieten die Volkshochschulen in der Regel Einstufungstests und Beratungen an, damit Interessierte den passenden Kurs auf dem richtigen Niveau finden. Das Programm erscheint üblicherweise halbjährlich, viele Häuser veröffentlichen es online und ermöglichen die Anmeldung direkt über das Internet.

Bildungsurlaub in Sachsen: kein gesetzlicher Anspruch

Beim Thema Bildungsurlaub gilt für Sachsen eine wichtige Besonderheit, die du kennen solltest. Sachsen hat kein eigenes Bildungsurlaubsgesetz. Damit besteht hier kein gesetzlicher Anspruch auf Bildungsurlaub beziehungsweise Bildungsfreistellung. Sachsen bildet damit zusammen mit Bayern bundesweit die Ausnahme: In allen anderen Bundesländern haben Beschäftigte über entsprechende Landesgesetze einen Rechtsanspruch auf bezahlte Freistellung zu Weiterbildungszwecken, in Sachsen und Bayern gibt es einen solchen gesetzlichen Anspruch nicht.

Für Beschäftigte in Sachsen bedeutet das aber nicht, dass Weiterbildung neben dem Beruf unmöglich ist. Wer einen VHS-Kurs besuchen möchte, kann unter anderem diese Wege prüfen:

  • Eine freiwillige Freistellung oder Unterstützung direkt mit dem Arbeitgeber vereinbaren, manche Unternehmen fördern Weiterbildung eigenständig.
  • Regulären Erholungsurlaub für einen Bildungskurs nutzen.
  • Auf Kurse in Abend- oder Wochenendform setzen, die viele Volkshochschulen ohnehin im Programm haben.
  • Förderprogramme prüfen, die unabhängig von einer gesetzlichen Freistellung greifen.

Wichtig: Die rechtliche Lage kann sich ändern. Bevor du planst, lohnt ein Blick auf die aktuellen Informationen der zuständigen sächsischen Stellen und ein Gespräch mit deinem Arbeitgeber.

Gut zu wissen

Ein fehlender gesetzlicher Anspruch auf Bildungsurlaub heißt nicht, dass Sachsen Weiterbildung nicht fördert. Land, Bund und Volkshochschulen bieten verschiedene Beratungs- und Förderangebote. Die VHS vor Ort ist eine gute erste Anlaufstelle, um sich über passende Kurse und mögliche Zuschüsse zu informieren.

Förderung und Kosten

Dank der öffentlichen Trägerschaft sind VHS-Kurse in der Regel deutlich günstiger als vergleichbare Angebote privater Anbieter. Feste Preise lassen sich seriös nicht nennen, da jede Volkshochschule ihre Gebühren selbst festlegt und diese stark vom Kurstyp, der Dauer und der Teilnehmerzahl abhängen. Als grobe Orientierung bewegen sich kompakte Kurse oft im niedrigen zweistelligen bis mittleren zweistelligen Eurobereich, während umfangreiche Sprachkurse oder Lehrgänge mit vielen Unterrichtseinheiten entsprechend höher liegen. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben im aktuellen Programm der jeweiligen VHS.

Hinzu kommt, dass viele Volkshochschulen ermäßigte Gebühren für bestimmte Gruppen anbieten, etwa für Menschen mit geringem Einkommen, Auszubildende oder Personen in besonderen Lebenslagen. Auf Bundesebene existieren zudem Förderinstrumente für die berufliche Weiterbildung, die unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil der Kosten übernehmen können. Ob und in welcher Höhe eine Förderung infrage kommt, hängt vom Einzelfall ab, daher lohnt sich vor der Anmeldung eine Beratung bei der VHS oder den zuständigen Stellen.

Schulabschluss und Grundbildung an der VHS

Die Volkshochschulen schenken der Grundbildung besondere Aufmerksamkeit. Dazu gehören Alphabetisierungs- und Grundbildungskurse für Erwachsene, die das Lesen, Schreiben und Rechnen festigen möchten, ebenso wie das Nachholen von Schulabschlüssen. Wer keinen oder einen niedrigeren Abschluss hat, kann an vielen Standorten Kurse besuchen, die auf den Erwerb eines Schulabschlusses vorbereiten und damit neue berufliche Perspektiven eröffnen.

Welche Abschlüsse konkret angeboten werden und wie die Vorbereitung organisiert ist, unterscheidet sich von Standort zu Standort. Da solche Lehrgänge oft über mehrere Monate laufen und nur ein- bis zweimal jährlich starten, empfiehlt sich eine frühzeitige Beratung an der jeweiligen Volkshochschule. Auch Integrationskurse mit Deutsch als Zweitsprache sind an vielen sächsischen Volkshochschulen ein wichtiger Bestandteil der Grundbildung.

VHS in deiner Stadt finden

Die Organisation und Verwaltung der Volkshochschulen dürfte für die meisten Bürger eher zweitrangig sein, schließlich geht es vor allem darum, einen geeigneten Kurs in erreichbarer Nähe zu finden. Auf der Suche nach einer VHS in Sachsen lohnt sich daher zunächst der Blick auf die Einrichtung im eigenen Wohnort oder in der Umgebung, um lange Anfahrtswege zu vermeiden. Zu den Volkshochschulen im Freistaat zählen unter anderem:

  • Volkshochschule Leipzig und Volkshochschule Leipziger Land
  • VHS Dresden
  • VHS Chemnitz
  • Volkshochschule Nordsachsen und VHS Muldental
  • Volkshochschule Mittelsachsen
  • Kreisvolkshochschule Bautzen, VHS Görlitz, VHS Hoyerswerda und VHS Dreiländereck
  • VHS Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Volkshochschule im Landkreis Meißen
  • Volkshochschule Erzgebirgskreis
  • Volkshochschule des Vogtlandkreises, Volkshochschule Zwickau und VHS Plauen

Über die folgende Übersicht gelangst du direkt zu den einzelnen Städten und Volkshochschulen in Sachsen und kannst dort gezielt nach dem passenden Angebot in deiner Nähe suchen.

Häufige Fragen

Wie viele Volkshochschulen gibt es in Sachsen?

In Sachsen besteht ein flächendeckendes Netz an Volkshochschulen, die über die kreisfreien Städte und die zehn Landkreise verteilt sind und zusätzlich zahlreiche Außenstellen betreiben. Die Träger sind im Sächsischen Volkshochschulverband organisiert. Eine aktuelle Übersicht der Standorte findest du in der Städteliste auf dieser Seite.

Gibt es in Sachsen einen Anspruch auf Bildungsurlaub?

Nein. Sachsen hat kein Bildungsurlaubsgesetz, daher besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Bildungsurlaub oder Bildungsfreistellung. Zusammen mit Bayern ist Sachsen damit bundesweit die Ausnahme. Beschäftigte können Weiterbildung aber über eine freiwillige Vereinbarung mit dem Arbeitgeber, über regulären Urlaub oder über Abend- und Wochenendkurse umsetzen.

Was kostet ein VHS-Kurs in Sachsen?

Feste Preise gibt es nicht, da jede Volkshochschule ihre Gebühren selbst festlegt. Dank öffentlicher Trägerschaft sind die Kurse jedoch meist günstig. Kurze Kurse bewegen sich oft im niedrigen zweistelligen bis mittleren zweistelligen Eurobereich, umfangreiche Sprach- oder Lehrgänge entsprechend höher. Verbindlich ist immer das aktuelle Programm der jeweiligen VHS, viele Häuser bieten zudem Ermäßigungen.

Welche Kurse bieten die Volkshochschulen in Sachsen an?

Das Spektrum reicht von Sprachen über EDV und digitale Bildung, Gesundheit und Beruf bis zu Kultur, Kreativem sowie Grundbildung und Schulabschluss. Welche Kurse konkret stattfinden, hängt vom jeweiligen Standort und dem aktuellen Semesterprogramm ab.

Kann ich an einer sächsischen VHS einen Schulabschluss nachholen?

An vielen Volkshochschulen in Sachsen lassen sich Schulabschlüsse vorbereiten oder nachholen, ergänzt durch Grundbildungs- und Alphabetisierungskurse. Da Angebot, Start und Ablauf je nach Standort unterschiedlich sind, empfiehlt sich eine frühzeitige Beratung bei der VHS vor Ort.

Ist diese Seite die offizielle Website der VHS Sachsen?

Nein. Dieses Portal ist ein unabhängiges Informationsangebot rund um die Volkshochschulen in Deutschland. Für Anmeldung, aktuelle Termine und verbindliche Preise wende dich bitte direkt an die jeweilige Volkshochschule.




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Dieser Beitrag wurde zuletzt am 13.06.2026 aktualisiert.

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