VHS Mal- und Zeichenkurs
Mal- und Zeichenkurse geben Menschen die Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und dabei ein paar grundlegende Techniken zu erlernen. Grundsätzlich bedarf es natürlich keiner speziellen Kurse, um kreativ zu werden, schließlich muss man lediglich über seinen Schatten springen, die erforderlichen Malutensilien anschaffen und kann dann loslegen. Stift und Papier dürften zudem ohnehin in jedem Haushalt vorhanden sein, so dass der Anfang schnell gemacht ist.
Viele Menschen haben jedoch den Wunsch, ihre künstlerischen Fähigkeiten auszubauen, und setzen aus diesem Grund auf eine fachliche Anleitung. Der Kunstunterricht aus der Schule liegt bereits einige Jahre zurück und entsprach vielleicht ohnehin nicht den individuellen Wünschen und Vorstellungen. Dementsprechend liegt es nahe, nach einem geeigneten Mal- und Zeichenkurs Ausschau zu halten. Zunächst müssen Hobby-Künstler aber wissen, ob sie zeichnen lernen oder sich der Malerei widmen wollen.
Je nach Kenntnisstand und gewünschter Technik kommen zum Teil vollkommen andere Kurse infrage. Zuweilen besteht aber auch die Möglichkeit, einen kombinierten Mal- und Zeichenkurs zu absolvieren. Ambitionierte Hobby-Künstler haben folglich mehr oder weniger die Qual der Wahl und tun gut daran, vorab sorgfältig zu recherchieren, um den richtigen Anbieter und Lehrgang zu finden.
VHS-Mal- und Zeichenkurse
Wer sich für Kunst interessiert und selbst gerne kreativ wird, muss nicht zwingend ein Studium an einer Kunsthochschule absolvieren, sondern findet durchaus einige VHS-Mal- und Zeichenkurse, die bestens zu Hobbyzwecken geeignet sind. Gemeinsam mit Gleichgesinnten kann man so seiner Kreativität freien Lauf lassen und beispielsweise zeichnen lernen. Auch die Acryl- oder Ölmalerei können Gegenstand solcher Kurse sein.
All diejenigen, die ein besonderes Faible für Aquarelle haben, werden an der Volkshochschule ebenfalls fündig. Zuweilen werden hier auch Mappenkurse angeboten, die sich speziell an Interessierte an einem Kunststudium richten. Im Rahmen der Studienbewerbung ist die künstlerische Eignung in der Regel anhand einer Mappe nachzuweisen, die unterschiedliche Arbeiten enthalten soll. Im Zuge eines entsprechenden Kurses erfahren die Teilnehmer, was in die Mappe gehört und worauf es bei der Bewerbung für ein Kunststudium ankommt.
In der Regel widmen sich aber vor allem Hobby-Künstler den Mal- und Zeichenkursen an der VHS. Wer einen Ausgleich zum stressigen Alltag sucht und seiner Leidenschaft in einem ansprechenden Rahmen nachgehen möchte, wird an der Volkshochschule vielfach fündig.
Was lernt man in einem Mal- und Zeichenkurs konkret?
Ein häufiges Missverständnis lautet, man male in solchen Kursen einfach drauflos und bekomme hin und wieder ein Lob. Tatsächlich vermitteln gute VHS-Kurse handwerkliche Grundlagen, die das Zeichnen und Malen erst nachvollziehbar machen. Beim Zeichnen geht es zunächst um das genaue Sehen: Wie verhalten sich Proportionen zueinander, wo verlaufen Hilfslinien, wie übersetzt man einen dreidimensionalen Gegenstand auf das flache Blatt? Aus diesem Sehen heraus entstehen die ersten Studien.
Typische Inhalte, die in Zeichen- und Malkursen an der Volkshochschule immer wieder auftauchen, lassen sich grob so umreißen:
- Linie und Strich – sicheres Führen von Bleistift, Kohle und Feder, lockere Schwung- und Konturlinien
- Proportion und Perspektive – Größenverhältnisse, Fluchtpunkte, Über-Eck-Perspektive bei Gebäuden und Räumen
- Licht und Schatten – Schraffuren, Tonwertabstufungen, plastisches Modellieren von Formen
- Komposition – Bildaufbau, Blickführung, das bewusste Setzen von Leerräumen
- Farblehre – Grundfarben, Mischen, warme und kalte Töne, Komplementärkontraste
- Maltechnik – Lasur und Deckmalerei, Nass-in-Nass, Pinselführung je nach Medium
Der Kursaufbau ist meist progressiv angelegt: Am Anfang stehen einfache Übungen wie das Skizzieren von Alltagsgegenständen, Stillleben oder geometrischen Körpern. Mit wachsender Sicherheit folgen komplexere Aufgaben bis hin zu eigenen Bildideen. Viele Kursleitende arbeiten mit kurzen Demonstrationen am Anfang und betreuen die Teilnehmenden anschließend einzeln am Werk. Dieser Wechsel aus Input und eigenem Tun macht den Reiz des Präsenzunterrichts aus.
Zeichnen oder Malen – wo liegt der Unterschied?
Zeichnen und Malen werden oft in einem Atemzug genannt, sind aber zwei unterschiedliche Disziplinen. Beim Zeichnen steht die Linie im Vordergrund, gearbeitet wird vorwiegend mit Bleistift, Kohle, Tusche oder Pastellkreide. Beim Malen rückt die Farbfläche in den Mittelpunkt, ob mit Aquarell, Acryl oder Öl. Wer noch unschlüssig ist, fährt mit einem kombinierten Mal- und Zeichenkurs gut, weil dort beide Wege ausprobiert werden können. Zeichnen gilt zudem als solide Grundlage für die Malerei, da das geschulte Auge und die sichere Hand auch beim Malen helfen.
Welche Techniken werden in Mal- und Zeichenkursen an der VHS unterrichtet?
Wer einen Mal- und Zeichenkurs an der Volkshochschule ins Auge fasst, möchte sich kreativ ausleben und selbst gestalterisch tätig werden. Die VHS erweist sich dabei immer wieder als lohnende Adresse und kann mit einer großen Bandbreite an Kreativkursen aufwarten. Diese unterscheiden sich teilweise sehr voneinander und stellen unterschiedliche Techniken und Ansätze in den Fokus.
Interessierte müssen sich dessen bewusst sein und eine dementsprechende Wahl treffen. So können Mal- und Zeichenkurse an der Volkshochschule zum Beispiel die folgenden Techniken fokussieren:
- Freies Zeichnen – lockeres Skizzieren nach Motiv oder Vorstellung
- Aktzeichnen – Zeichnen nach dem menschlichen Modell, oft in Kursen für Fortgeschrittene
- Aquarellmalerei – transparente, fließende Farben auf Papier
- Ölmalerei – langsam trocknende, gut zu mischende Farben für dichte Bildwirkungen
- Acrylmalerei – schnell trocknend, vielseitig, gut für Einsteiger geeignet
- Pastellzeichnen – samtige Farbverläufe mit weicher Kreide
Daneben gibt es regelmäßig Spezialkurse zu Themen wie Porträt, Landschaft, Urban Sketching, Tuschezeichnen oder Mischtechniken. Welche Angebote vor Ort tatsächlich laufen, hängt stark von der jeweiligen Volkshochschule und den dort tätigen Kursleitenden ab. Es lohnt sich daher, das aktuelle Programmheft genau durchzusehen, statt von einem festen Standardangebot auszugehen.
Online-Mal- und Zeichenkurs
Insbesondere wenn es sich um ein reines Freizeitvergnügen handelt, erscheint der Aufwand zuweilen recht hoch. Um sich dennoch künstlerisch weiterzuentwickeln, bietet sich ein Online-Mal und Zeichenkurs an. Über das Internet kann man an entsprechenden Kursen teilnehmen und kommt so in den Genuss vieler Freiheiten. Häufig werden solche Online-Kurse als Live-Termine per Videokonferenz abgehalten, bei denen man die Kursleitung sieht und Fragen stellen kann. Andere Formate setzen auf vorab aufgezeichnete Lektionen, die man im eigenen Tempo durcharbeitet. Ein virtueller Mal- und Zeichenkurs ist folglich durchaus eine Überlegung wert.
Online-Malkurs oder Präsenz an der VHS – was passt zu wem?
Beide Formen haben ihre Berechtigung, und keine ist pauschal besser. Wer flexibel von zu Hause aus arbeiten möchte, weite Wege scheut oder lieber für sich allein malt, ist mit einem Online-Format gut beraten. Der Präsenzkurs an der örtlichen Volkshochschule punktet dagegen mit Aspekten, die online schwer nachzubilden sind.
Folgende Punkte sprechen für den Kurs vor Ort:
- Die Kursleitung sieht direkt am Blatt, woran es hakt, und kann unmittelbar korrigieren – etwa zur Stifthaltung oder zum Farbauftrag.
- Der feste wöchentliche Termin schafft Verbindlichkeit, sodass das Hobby nicht im Alltag untergeht.
- Man lernt Gleichgesinnte kennen und tauscht sich über Werke aus, was motiviert und inspiriert.
- Größere Formate, Staffeleien und Ölfarben lassen sich in einem dafür ausgestatteten Raum unkomplizierter handhaben als in der eigenen Wohnung.
Beim Online-Kurs sollte man darauf achten, dass die heimische Beleuchtung stimmt und die Kamera das Werk gut einfängt, damit die Kursleitung überhaupt etwas beurteilen kann. Wer hier ehrlich zu sich ist, findet schnell heraus, welches Format zum eigenen Lerntyp passt.
Wer kann einen Mal- und Zeichenkurs an der VHS belegen?
Viele Menschen, die Freude am Malen und Zeichnen haben, scheuen sich, an einem entsprechenden Kurs teilzunehmen. Sie glauben, ihnen fehle es an Talent. Im Falle eines Mal- und Zeichenkurses an der Volkshochschule sind solche Bedenken fehl am Platze. Hobbykurse an der VHS richten sich an interessierte Laien, die in ungezwungener Atmosphäre kreativ werden möchten.
Die meisten Einsteigerkurse setzen ausdrücklich keine Vorkenntnisse voraus. Wichtig ist allein die Bereitschaft, regelmäßig zu üben und sich auf den Lernprozess einzulassen. Zeichnen und Malen sind in hohem Maße erlernbar, weit mehr als angeborenes Talent. Wer am Anfang mit krummen Linien und schiefen Proportionen kämpft, befindet sich genau dort, wo fast alle beginnen. Für Fortgeschrittene gibt es separate Kurse, die gezielt an bestimmten Techniken arbeiten und ein gewisses Niveau erwarten. Es schadet daher nicht, vor der Anmeldung auf Hinweise wie „für Anfänger“ oder „Grundkenntnisse erforderlich“ im Programm zu achten.
Welche Vorteile bietet ein Mal- und Zeichenkurs an der örtlichen Volkshochschule?
Malschulen und Kunstakademien finden sich zwar vielerorts, aber häufig sind Mal- und Zeichenkurse an der örtlichen VHS vorzuziehen. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe, denn VHS-Kurse sind relativ günstig, bringen Gleichgesinnte zusammen und funktionieren ohne jeglichen Zwang oder Druck. Zudem werden in Einsteigerkursen keine Vorkenntnisse erwartet, wodurch man hier die ersten Schritte beim Malen und Zeichnen wagen kann.
Hinzu kommt die Wohnortnähe: Die Volkshochschulen sind flächendeckend vertreten, sodass sich fast überall ein Kurs in erreichbarer Entfernung findet. Ehrlicherweise sollte man aber auch wissen, was ein VHS-Kurs nicht leistet. Er ersetzt kein Kunststudium und macht aus niemandem über Nacht eine Künstlerin oder einen Künstler. Was er bietet, ist ein verlässlicher Rahmen, fachkundige Anleitung und die Zeit, kontinuierlich besser zu werden. Wer das versteht und mit realistischen Erwartungen kommt, holt aus einem solchen Kurs sehr viel heraus.
Wie laufen Mal- und Zeichenkurse an der VHS ab?
Interessierte an einem Mal- und Zeichenkurs an der VHS möchten so ihr kreatives Hobby ausleben, müssen aber auch auf eine gute Vereinbarkeit mit dem Beruf und/oder der Familie achten. Daher ist der Ablauf eines solchen VHS-Kurses von großem Interesse. In der Regel sind wöchentliche Treffen am Abend vorgesehen, die während des gesamten Semesters stattfinden. Eine Doppelstunde von rund zwei bis drei Zeitstunden ist dabei ein verbreitetes Format.
Teilweise veranstalten die Volkshochschulen aber auch kreative Seminare oder offerieren intensive Wochenendkurse, bei denen man an ein oder zwei Tagen konzentriert an einem Thema arbeitet. Solche Kompaktformate eignen sich gut für alle, die sich nicht über Monate festlegen möchten. Zum Teil setzen die Volkshochschulen mittlerweile auch auf Online-Malkurse, die besonders flexibel daherkommen. Die Gruppen sind in der Regel überschaubar, sodass die Kursleitung auf den Einzelnen eingehen kann.
Was kostet ein Mal- und Zeichenkurs an der VHS?
Pauschale Preise lassen sich nicht nennen, da jede Volkshochschule ihre Gebühren selbst festlegt. Die Kosten richten sich vor allem nach der Zahl der Termine und der Kursdauer. Ein fortlaufender Semesterkurs mit wöchentlichen Abenden bewegt sich häufig im niedrigen bis mittleren zweistelligen bis dreistelligen Eurobereich, während kurze Wochenend-Workshops oft eigenständig abgerechnet werden. Hinzu kommen Materialkosten für Papier, Farben, Pinsel oder Stifte, die je nach Technik unterschiedlich ausfallen – Ölmalerei ist in der Anschaffung meist teurer als reines Bleistiftzeichnen. Viele Volkshochschulen bieten zudem ermäßigte Gebühren für bestimmte Personengruppen an. Genaue Angaben stehen immer im aktuellen Programm der jeweiligen VHS.
Wie meldet man sich für einen VHS-Malkurs an?
Die Anmeldung ist unkompliziert. Die meisten Volkshochschulen veröffentlichen ihr Programm online und ermöglichen die direkte Buchung über die Website, bei der man den gewünschten Kurs auswählt und sich verbindlich anmeldet. Wer den persönlichen Kontakt bevorzugt, kann sich in der Regel auch telefonisch, schriftlich oder direkt in der Geschäftsstelle anmelden.
Beliebte Kreativkurse sind häufig schnell ausgebucht, weil die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Es empfiehlt sich daher, nach Erscheinen des neuen Programms zügig zu buchen. Ist ein Kurs bereits voll, lohnt der Eintrag auf die Warteliste, denn es springen immer wieder Teilnehmende ab. Die Programme erscheinen üblicherweise zum Beginn eines neuen Semesters, also typischerweise im Spätsommer und zu Jahresbeginn. Wer den Newsletter der bevorzugten VHS abonniert, erfährt früh von neuen Angeboten.
Praktische Tipps für Einsteiger
Der Anfang fällt vielen schwer, dabei sind es oft Kleinigkeiten, die den Einstieg erleichtern. Wer ein paar grundlegende Dinge beherzigt, kommt schneller voran und bleibt länger motiviert.
- Erwartungen niedrig halten: Die ersten Werke müssen nicht gelingen. Üben ist der Weg, nicht das fertige Bild.
- Regelmäßig zeichnen, auch zwischen den Terminen. Ein kleines Skizzenbuch für unterwegs wirkt Wunder.
- Nicht zu viel Material auf einmal kaufen. Ein guter Bleistiftsatz, ein Block und wenige Farben reichen für den Start.
- Fragen stellen. Die Kursleitung ist für Korrekturen und Tipps da, gerade in der Präsenzgruppe.
- Sich von anderen Werken inspirieren lassen, ohne sich daran zu messen. Vorbilder zeigen Wege, sie sind kein Maßstab.
Ein häufiger Fehler ist es, zu früh aufzugeben, weil das eigene Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht. Fortschritte beim Zeichnen und Malen kommen schubweise und werden oft erst im Rückblick sichtbar. Wer dranbleibt, erlebt diese Momente fast zwangsläufig.


