VHS Kurs Online-Marketing
Das Online-Marketing ist zwar eine noch recht junge Disziplin des Marketings, aber dennoch von größter Relevanz für nahezu alle Unternehmen. Auch die Volkshochschulen haben hier längst reagiert und den einen oder anderen VHS-Kurs Online-Marketing in ihr vielfältiges Programm aufgenommen. Abseits von Kultur, Politik, Sprachen und Hobby kann man hier viel über Marketingmaßnahmen im Kontext des Internets lernen.
Unabhängig davon, ob man Kenntnisse des Online-Marketings für den Beruf braucht oder sich nebenbei selbständig machen möchte, um im Internet Geld zu verdienen, kann ein entsprechender Lehrgang sehr sinnvoll sein. Wer dabei an die VHS denkt, sollte sich die angebotenen Kurse genau ansehen. Zunächst sollte man allerdings wissen, was das Online-Marketing überhaupt ist. Die folgende Definition kann für Klarheit sorgen und einen ersten Eindruck verschaffen:
Als Online-Marketing werden die Marketing-Maßnahmen bezeichnet, die online stattfinden und den jeweiligen Marketingzielen dienen.
Das moderne Online-Marketing besteht aus verschiedenen Elementen und kommt als sehr vielseitiger Ansatz daher.
Zu beachten sind hier die folgenden Aspekte:
- Website
- Influencer-Marketing
- Suchmaschinenmarketing
- E-Mail-Marketing
- Affiliate-Marketing
- Social Media Marketing
Das Online-Marketing weist demnach eine Komplexität auf, die eine intensive Auseinandersetzung erfordert. Dazu gehört nicht nur der richtige Marketing-Mix, sondern auch eine zielgerichtete Erfolgsmessung.
Im Online-Marketing bezieht sich diese auf das Internet und berücksichtigt vor allem die folgenden Faktoren:
- Seitenabrufe
- Besucherzahl
- Sessions
- Verweildauer
- Absprungrate
- Conversion-Rate
- Leads
- Click-Through-Rate
- Cost-per-Click
Was ein VHS-Kurs Online-Marketing umfasst
Ein VHS-Kurs zum Online-Marketing soll Teilnehmenden einen praxisnahen Überblick über die wichtigsten Kanäle und Werkzeuge der digitalen Vermarktung verschaffen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Unternehmen, Selbständige oder Vereine im Internet sichtbar werden und potenzielle Kunden gezielt ansprechen. Die Volkshochschulen verstehen ihre Angebote in diesem Bereich in erster Linie als Einstieg und Orientierung, nicht als hochspezialisierte Agenturschulung.
Entsprechend werden die einzelnen Disziplinen meist verständlich aufbereitet und in einen größeren Zusammenhang gestellt. Statt einzelne Buzzwords abzuarbeiten, geht es darum, ein Grundverständnis für das Zusammenspiel der Kanäle zu entwickeln. Wer einmal nachvollzogen hat, wie Website, Suchmaschine, soziale Netzwerke und E-Mail ineinandergreifen, kann später deutlich fundierter entscheiden, welche Maßnahmen für die eigenen Ziele sinnvoll sind.
Viele Volkshochschulen bieten zudem Kurse an, die das Online-Marketing aus Sicht kleiner Betriebe beleuchten. Damit richtet sich das Angebot ausdrücklich auch an Menschen ohne großes Werbebudget, die das meiste in Eigenregie umsetzen möchten.
Kursinhalte und Themen im Überblick
Die konkreten Inhalte unterscheiden sich von Volkshochschule zu Volkshochschule und hängen stark davon ab, ob es sich um eine allgemeine Einführung oder um einen Spezialkurs handelt. Dennoch lassen sich einige Themen benennen, die in vielen VHS-Kursen zum Online-Marketing auftauchen.
Typische Schwerpunkte sind dabei die folgenden:
- Grundlagen und Begriffe des Online-Marketings
- Aufbau und Optimierung einer Website
- Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA)
- Social-Media-Marketing in den gängigen Netzwerken
- E-Mail-Marketing und Newsletter
- Content-Erstellung für das Web
- Erfolgsmessung mit Webanalyse-Werkzeugen
- rechtliche Rahmenbedingungen wie Datenschutz und Impressumspflicht
Manche Kurse legen den Fokus bewusst auf ein einzelnes Teilgebiet, etwa ausschließlich auf Social Media oder auf Suchmaschinenoptimierung. Solche Spezialkurse eignen sich vor allem für Teilnehmende, die bereits Grundkenntnisse mitbringen und gezielt eine Lücke schließen möchten. Wer ganz am Anfang steht, ist mit einer breit angelegten Einführung meist besser beraten.
In vielen Lehrgängen wechseln sich theoretische Erklärungen und praktische Übungen ab. Teilnehmende arbeiten beispielsweise an einer Beispiel-Website, formulieren Texte für Suchmaschinen oder entwerfen einen einfachen Redaktionsplan für soziale Netzwerke. Dieser anwendungsnahe Charakter hilft dabei, das Gelernte direkt zu festigen.
Für wen ein solcher Kurs geeignet ist
Online-Marketing-Kurse an der Volkshochschule sprechen ein breites Publikum an. Fachkräfte aus dem Marketing und Selbständige haben ein großes Interesse an diesem Gebiet und müssen bald anerkennen, dass es mit einem hohen Lernaufwand verbunden ist. Tutorials und Fachliteratur liefern zwar Ansätze, aber rein autodidaktisch stoßen die meisten Lernenden bald an ihre Grenzen.
Besonders profitieren können unter anderem die folgenden Gruppen:
- Inhaberinnen und Inhaber kleiner Unternehmen, die ihr Geschäft online bekannter machen wollen
- Freiberufler und Solo-Selbständige mit eigener Website
- Angestellte, die zusätzliche digitale Kompetenzen erwerben möchten
- Wieder- und Quereinsteiger, die sich beruflich neu orientieren
- ehrenamtlich Engagierte aus Vereinen und Initiativen
Die Volkshochschulen präsentieren sich als öffentliche Bildungseinrichtungen für jedermann. Ohne hohe Hürden oder horrende Gebühren kann man einen VHS-Kurs zum Online-Marketing belegen und eine Einführung in dieses Thema erhalten. In unmittelbarer Wohnortnähe und gemeinsam mit Gleichgesinnten lernt man von einer erfahrenen Kursleitung die Grundlagen.
Welche Vorkenntnisse sind nötig?
Für die meisten Einführungskurse sind keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich. Wer einen Computer bedienen, im Internet surfen und E-Mails schreiben kann, bringt in der Regel genug mit, um einem Grundlagenkurs gut folgen zu können. Tiefere technische Kenntnisse oder Programmiererfahrung werden normalerweise nicht vorausgesetzt.
Anders verhält es sich bei Aufbau- und Spezialkursen. Ein Kurs, der sich ausschließlich mit Suchmaschinenwerbung oder mit fortgeschrittener Webanalyse beschäftigt, setzt häufig ein gewisses Vorwissen voraus. In solchen Fällen lohnt sich ein Blick in die Kursbeschreibung oder eine kurze Rückfrage bei der Volkshochschule, um Über- oder Unterforderung zu vermeiden.
Online- oder Präsenzkurs an der VHS?
Online-Marketing-Kurse an der VHS finden traditionell in der Regel wöchentlich als Abendkurse in Präsenz statt. Seminare, Vorträge und Bildungsurlaube sind an der Volkshochschule ebenfalls möglich. Zunehmend gibt es jedoch auch Kurse, die ganz oder teilweise online abgehalten werden, oft im virtuellen Klassenzimmer per Videokonferenz.
Beide Formate haben ihre Berechtigung und ihre Stärken. Welche Variante besser passt, hängt von der eigenen Lebenssituation und vom bevorzugten Lernstil ab.
Ein Präsenzkurs vor Ort kann unter anderem mit diesen Punkten überzeugen:
- fester Rahmen und regelmäßige Termine sorgen für Verbindlichkeit
- direkter Austausch mit Kursleitung und anderen Teilnehmenden
- Fragen lassen sich unmittelbar klären
- persönliche Kontakte und Netzwerke entstehen leichter
Ein Online-Kurs wiederum punktet vor allem mit Flexibilität. Da das Thema selbst im Internet angesiedelt ist, liegt es nahe, auch online zu lernen. Wer berufliche oder private Verpflichtungen hat, spart sich die Anfahrt und kann ortsunabhängig teilnehmen. Manche Volkshochschulen kombinieren beide Welten und bieten Kurse im sogenannten Blended-Learning-Format an, bei dem sich Präsenztermine und Online-Phasen abwechseln.
Online-Marketing per Fernkurs lernen
Dauer, Ablauf und Kosten
Die Dauer eines VHS-Kurses zum Online-Marketing variiert erheblich. Manche Angebote umfassen lediglich einen kompakten Workshop an einem Wochenende, während andere sich über mehrere Wochen oder ein ganzes Semester erstrecken. Abendkurse mit wöchentlichen Terminen sind weit verbreitet, ebenso eintägige oder zweitägige Seminare zu einzelnen Schwerpunkten.
Der Ablauf folgt häufig einem ähnlichen Muster: Zu Beginn steht eine Einführung in die Grundlagen, anschließend werden die einzelnen Kanäle und Werkzeuge behandelt, und zum Abschluss geht es oft um die praktische Umsetzung und die Erfolgsmessung. Praktische Übungen am eigenen oder an einem Beispielprojekt sorgen dafür, dass die Inhalte greifbar bleiben.
Bei den Kosten gilt die Volkshochschule traditionell als vergleichsweise günstiger Anbieter. Feste Preise lassen sich allerdings nicht pauschal nennen, da sie je nach VHS, Kursumfang und Region unterschiedlich ausfallen. Kurze Workshops sind in der Regel preiswerter als umfangreiche Lehrgänge über mehrere Wochen. Wer auf das Budget achten muss, sollte zudem prüfen, ob Ermäßigungen oder Fördermöglichkeiten infrage kommen. In einigen Bundesländern lässt sich etwa ein Bildungsurlaub oder eine Bildungsprämie nutzen. Genaue Auskünfte erteilt die jeweilige Volkshochschule.
Nutzen und Perspektiven
Der praktische Nutzen eines VHS-Kurses zum Online-Marketing zeigt sich auf mehreren Ebenen. Wer selbständig ist oder ein kleines Unternehmen führt, kann viele Maßnahmen anschließend selbst umsetzen und spart so unter Umständen Kosten für externe Dienstleister. Selbst wenn man die Umsetzung später abgibt, hilft das erworbene Wissen, Angebote besser einzuschätzen und auf Augenhöhe mit Agenturen zu sprechen.
Für Angestellte kann ein solcher Kurs die berufliche Position stärken, da digitale Kompetenzen in vielen Branchen gefragt sind. Auch für Menschen, die über eine berufliche Neuorientierung nachdenken, bietet das Online-Marketing reizvolle Perspektiven. Ein VHS-Kurs ersetzt zwar keine umfassende Berufsausbildung oder Weiterbildung mit Abschluss, kann aber als erster Schritt und als Entscheidungshilfe dienen, ob sich eine tiefere Beschäftigung mit dem Thema lohnt.
Nicht zuletzt geht es um die persönliche Souveränität im Umgang mit dem Internet. Wer versteht, wie Werbung im Netz funktioniert, bewegt sich auch als Verbraucher aufgeklärter durch die digitale Welt.
Tipps für die Kurswahl
Das Angebot an Kursen rund um das Online-Marketing ist vielfältig, und nicht jeder Kurs passt zu jedem Lernziel. Die folgenden Hinweise können bei der Auswahl helfen.
Auf diese Punkte sollte man bei der Entscheidung achten:
- Passt der inhaltliche Schwerpunkt zu den eigenen Zielen?
- Handelt es sich um eine Einführung oder einen Aufbaukurs?
- Welche Vorkenntnisse werden vorausgesetzt?
- Stimmen Kurszeiten und Format mit dem eigenen Alltag überein?
- Gibt es praktische Übungen oder reine Theorie?
Vor der Anmeldung lohnt sich in jedem Fall ein Blick in das aktuelle Programmheft und gegebenenfalls eine kurze Beratung. Im persönlichen Gespräch lassen sich offene Fragen klären und Erwartungen abgleichen. Wer nicht sicher ist, ob ein Kurs zum eigenen Niveau passt, sollte die Kursleitung oder das VHS-Büro kontaktieren. So vermeidet man Enttäuschungen und findet den Kurs, der wirklich weiterhilft.


