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VHS-Kurs Selbstverteidigung

Selbstverteidigungskurse erfreuen sich großer Beliebtheit und verdeutlichen, dass viele Menschen ein gewisses Unsicherheitsgefühl haben und lernen möchten, sich selbst zu verteidigen. Gewalt ist zwar keine Lösung, aber es gibt Situationen, in denen man sich körperlich zur Wehr setzen muss. Ohne jegliche Erfahrung kann man etwaigen Angreifern allerdings nur wenig entgegensetzen und ist diesen mehr oder weniger ausgeliefert. Mit der richtigen Technik ist Kraft aber nicht allesentscheidend, weshalb die Teilnahme an einem Selbstverteidigungskurs viel bewirken kann.

Wer wirksame Selbstverteidigungstechniken erlernen möchte, sollte einen entsprechenden Kurs belegen und beispielsweise nach passenden VHS-Kursen Ausschau halten. So kann man an der Volkshochschule vieles lernen, was man später gut gebrauchen kann, um sich aus etwaigen Gefahrensituationen zu befreien. Es ist natürlich zu hoffen, dass man eine solche Situation nie erlebt, doch falls es dazu kommen sollte, kann man das im Selbstverteidigungskurs Gelernte anwenden.

vhs-kursangebot

Was ein VHS-Kurs Selbstverteidigung umfasst

Bei der Selbstverteidigung geht es nicht darum, einen sportlichen Wettkampf zu gewinnen, sondern darum, eine reale Bedrohungssituation möglichst unbeschadet zu überstehen. Genau hier setzen die Kurse an den Volkshochschulen an: Sie vermitteln keine ausgefeilte Kampfsportkarriere, sondern alltagstaugliche Grundlagen, mit denen sich Teilnehmende im Ernstfall schützen können. Der Schwerpunkt liegt auf einfachen, gut einprägsamen Techniken, die auch unter Stress abrufbar sind.

Ein gutes Selbstverteidigungstraining beginnt häufig im Kopf, lange bevor es körperlich wird. Die Volkshochschulen legen daher in der Regel Wert auf Gefahrenvermeidung, das frühzeitige Erkennen brenzliger Situationen und das richtige Verhalten, bevor es zur Eskalation kommt. Erst danach folgen die praktischen Befreiungs- und Abwehrtechniken. Dieser ganzheitliche Ansatz unterscheidet einen Selbstverteidigungskurs deutlich von einem reinen Kampfsportkurs, bei dem Technik und Wettkampf im Vordergrund stehen.

Häufig fließen Elemente aus verschiedenen Kampfkünsten ein, etwa aus Krav Maga, Ju-Jutsu, Wing Tsun oder dem Selbstbehauptungstraining. Die Volkshochschulen wählen daraus meist das aus, was für Einsteiger ohne sportliche Vorbildung schnell anwendbar ist. So entsteht ein praxisnahes Programm, das auf den Alltag zugeschnitten ist und nicht jahrelanges Üben voraussetzt.

Selbstverteidigung lernen an der VHS

Kampfsportschulen und Sportvereine sind die üblichen Adressen für einen Selbstverteidigungskurs. Interessierte sollten allerdings auch wissen, dass so manche Volkshochschule ebenfalls Selbstverteidigungskurse im Angebot hat. Diese stehen anderen Kursen in nichts nach, nutzen aber die umfassende Infrastruktur der VHS. Dies fängt schon damit an, dass das Programmheft der Volkshochschule an vielen Stellen ausliegt und somit zahlreiche Menschen unter anderem auf die Möglichkeit eines Selbstverteidigungskurses aufmerksam macht.

VHS-Kurse erreichen deutlich mehr Menschen und geben auch denjenigen, die ansonsten gar nicht auf die Idee gekommen wären, die Gelegenheit, sich der Selbstverteidigung zu widmen. Absolute Anfänger/innen sind hier herzlich willkommen und lernen gemeinsam mit Gleichgesinnten, sich zu verteidigen und auf sich aufmerksam zu machen. Die Volkshochschulen punkten dabei mit Wohnortnähe, moderaten Preisen und einer Atmosphäre, in der niemand vorgeführt wird.

Kursinhalte und typische Themen

Auch wenn sich die Angebote je nach Volkshochschule und Kursleitung unterscheiden, kehren bestimmte Bausteine in vielen Selbstverteidigungskursen wieder. Die folgenden Inhalte sind typisch und geben einen guten Eindruck davon, was Teilnehmende erwarten dürfen:

  • Gefahrensituationen frühzeitig erkennen und entschärfen
  • selbstbewusstes Auftreten und der bewusste Einsatz von Stimme und Körpersprache
  • einfache Schlag-, Stoß- und Tritttechniken zur Abwehr
  • Befreiungsgriffe aus Umklammerungen, Würgegriffen und Festhalten
  • Fallschule und das Vermeiden von Verletzungen
  • Nutzung von Alltagsgegenständen zur Verteidigung
  • rechtliche Grundlagen rund um Notwehr und verhältnismäßige Reaktion

Ein roter Faden vieler Kurse ist das wiederholte Üben weniger, dafür gut sitzender Techniken. Statt einer großen Zahl komplizierter Bewegungsabläufe steht die Frage im Mittelpunkt, was im Ernstfall tatsächlich funktioniert. Häufig werden typische Szenarien durchgespielt, damit die Teilnehmenden lernen, unter Druck ruhig zu bleiben und das Gelernte abzurufen. Gerade das Üben in realistischen Situationen gibt vielen Menschen ein deutlich besseres Gefühl für ihre eigenen Möglichkeiten.

Für wen ein Selbstverteidigungskurs geeignet ist

Selbstverteidigungskurse an der VHS richten sich häufig an Kinder und/oder Frauen. Diese sollen im Zuge dessen Techniken erlernen, um sich im Notfall gegen Angriffe zur Wehr setzen zu können. Daneben gibt es vielerorts spezielle Kurse für Seniorinnen und Senioren, für Jugendliche oder für gemischte Gruppen. Grundsätzlich sind VHS-Kurse zur Selbstverteidigung aber für alle Interessierten offen und geben diesen die Gelegenheit, Selbstverteidigungstechniken zu lernen.

Besonders profitieren Menschen, die sich im Alltag unsicher fühlen, viel allein unterwegs sind oder ihr Selbstbewusstsein stärken möchten. Auch wer einfach neugierig ist und etwas für die eigene Fitness tun will, ist in einem Selbstverteidigungskurs richtig. Der Nutzen reicht damit weit über die reine Abwehr hinaus, denn ein sichereres Auftreten wirkt sich auf viele Lebensbereiche positiv aus.

Welche Vorkenntnisse nötig sind

Die gute Nachricht für alle Zögernden: Für die meisten Selbstverteidigungskurse an der Volkshochschule sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich. Die Kurse sind in der Regel auf Einsteiger ausgelegt und setzen weder sportliche Erfahrung noch eine besondere Fitness voraus. Die Kursleitenden holen die Teilnehmenden dort ab, wo sie stehen, und passen das Tempo an die Gruppe an.

Wer bereits Erfahrung im Kampfsport mitbringt, kann von einem Aufbaukurs profitieren, sofern eine Volkshochschule einen solchen anbietet. Für den Einstieg genügt jedoch bequeme Sportkleidung und die Bereitschaft, sich auf das Thema einzulassen. Bei körperlichen Einschränkungen empfiehlt es sich, dies vorab mit der Kursleitung zu besprechen, damit die Übungen entsprechend angepasst werden können.

Online-Kurse zum Thema Selbstverteidigung

Ein klassischer Selbstverteidigungskurs findet in Präsenz statt und besteht aus vielen praktischen Übungen. Bei einem Online-Kurs fallen diese weg, denn das Ganze findet zeitlich und räumlich unabhängig statt. Die Teilnehmenden sitzen vor dem heimischen PC und können auf verschiedene E-Learning-Module zugreifen. Dadurch wird der virtuelle Selbstverteidigungskurs sehr theoretisch, was vor allem in diesem Bereich fatal sein kann. Nichtsdestotrotz haben Online-Kurse ihre Daseinsberechtigung. Anhand von Videos kann man verschiedene Techniken kennenlernen und ist dann dazu angehalten, diese zu üben.

Für diejenigen, die ansonsten keinen Selbstverteidigungskurs machen könnten oder sich vorab einen ersten Eindruck verschaffen möchten, kann ein Online-Kurs eine exzellente Wahl sein. Es kommt folglich auf die jeweiligen Lebensumstände an, ob und inwiefern ein Online-Selbstverteidigungskurs lohnend ist.

Online- oder Präsenzkurs an der VHS?

Beim Thema Selbstverteidigung fällt die Abwägung zwischen Online- und Präsenzangebot anders aus als bei vielen anderen VHS-Kursen. Während sich Wissen und Theorie gut über digitale Module vermitteln lassen, leben Abwehr- und Befreiungstechniken vom körperlichen Üben mit einem Gegenüber. Eine Bewegung, die man nur im Video gesehen hat, sitzt im Ernstfall selten so, wie sie sollte. Aus diesem Grund spielt der Präsenzkurs in diesem Bereich seine Stärken besonders aus.

Dennoch sollte man Online-Angebote nicht pauschal abschreiben. Sie eignen sich gut als Ergänzung, zur Auffrischung bereits gelernter Inhalte oder als erste Annäherung an das Thema für Menschen, die sich einen Präsenzkurs noch nicht zutrauen. Wer dauerhaft etwas für die eigene Sicherheit tun möchte, kommt am praktischen Training unter Anleitung allerdings kaum vorbei. Viele Volkshochschulen bieten beides an, sodass sich beide Formen sinnvoll kombinieren lassen.

Welche Alternativen es zu einem Selbstverteidigungskurs an der Volkshochschule gibt

Ein Selbstverteidigungskurs ist eine gute Sache, muss aber nicht zwingend an der VHS stattfinden. Vielerorts gibt es Sportvereine und Kampfsportschulen, die ebenfalls mit entsprechenden Kursen aufwarten können. Diese sind oft stärker spezialisiert und richten sich an Menschen, die eine bestimmte Kampfkunst dauerhaft und intensiv erlernen möchten.

Ansonsten kann man auch einen Kampfsport erlernen und Mitglied in einem entsprechenden Verein werden. Der Vorteil der Volkshochschule liegt demgegenüber im niedrigschwelligen, unverbindlichen Einstieg: Man bindet sich nicht langfristig an einen Verein, sondern kann zunächst in einem überschaubaren Kurs herausfinden, ob das Thema das richtige ist und ob man später tiefer einsteigen möchte.

Dauer, Ablauf und Kosten

Selbstverteidigungskurse an den Volkshochschulen gibt es in ganz unterschiedlichen Formaten. Verbreitet sind kompakte Wochenend- oder Tagesworkshops, die in wenigen Stunden die wichtigsten Grundlagen vermitteln. Daneben stehen fortlaufende Kurse, die sich über mehrere Wochen erstrecken und einmal pro Woche stattfinden. Welche Variante besser passt, hängt von den eigenen Zielen und der verfügbaren Zeit ab.

Der Ablauf folgt meist einem klaren Muster: Nach einer kurzen Aufwärmphase werden Techniken erklärt, vorgeführt und anschließend in Partnerübungen trainiert. Oft schließen Kurseinheiten mit dem Durchspielen typischer Szenarien ab, damit das Gelernte in einen realistischen Zusammenhang gestellt wird. Eine entspannte, wertschätzende Atmosphäre ist dabei wichtig, denn gerade beim Thema Selbstverteidigung sollen sich alle Teilnehmenden sicher und ernst genommen fühlen.

Bei den Kosten gehören die Volkshochschulen traditionell zu den günstigeren Anbietern. Feste Preise lassen sich nicht nennen, da sie je nach VHS, Kursumfang und Region variieren. Kompakte Workshops sind in der Regel für einen überschaubaren Betrag zu haben, während längere Kursreihen entsprechend mehr kosten. Die genauen Gebühren und etwaige Ermäßigungen erfährt man am besten direkt im aktuellen Programm der örtlichen Volkshochschule.

Nutzen und Perspektiven

Der offensichtlichste Nutzen eines Selbstverteidigungskurses ist die Fähigkeit, sich im Notfall wehren zu können. Mindestens ebenso wertvoll ist jedoch der Gewinn an Selbstsicherheit, den viele Teilnehmende beschreiben. Wer weiß, dass er im Ernstfall nicht völlig hilflos ist, bewegt sich im Alltag gelassener und tritt selbstbewusster auf. Allein diese veränderte Ausstrahlung kann dazu beitragen, gar nicht erst zur Zielscheibe zu werden.

Darüber hinaus schult ein Selbstverteidigungskurs die Körperwahrnehmung, fördert die Fitness und macht in der Gruppe vielen Menschen schlicht Freude. Für einige ist der VHS-Kurs der Einstieg in ein dauerhaftes Hobby, etwa in einen Kampfsport im Verein. Andere nutzen das Gelernte als solide Grundlage, die sie von Zeit zu Zeit in einem Auffrischungskurs wieder aktivieren. So oder so ist der Kurs eine Investition, die weit über den einzelnen Termin hinaus wirkt.

Tipps für die Kurswahl

Damit der Selbstverteidigungskurs an der VHS zur eigenen Situation passt, lohnt sich vor der Anmeldung ein prüfender Blick. Die folgenden Punkte helfen bei der Orientierung:

  • Zielgruppe des Kurses prüfen, etwa Frauen, Kinder oder gemischte Gruppen
  • auf den praktischen Anteil und realitätsnahe Übungen achten
  • Qualifikation und Erfahrung der Kursleitung erfragen
  • Format wählen, das zum Alltag passt, also Workshop oder fortlaufender Kurs
  • klären, ob ein Aufbaukurs oder eine Auffrischung angeboten wird

Wer unsicher ist, sollte das Gespräch mit der Volkshochschule suchen. Die Mitarbeitenden geben gern Auskunft darüber, für wen ein bestimmter Kurs gedacht ist und was inhaltlich auf die Teilnehmenden zukommt. So vermeidet man Enttäuschungen und findet das Angebot, das wirklich zu den eigenen Erwartungen passt.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Wenn es um einen Selbstverteidigungskurs beispielsweise an der VHS geht, muss man eigentlich nichts weiter beachten. Da viele Menschen aber Hemmungen haben und sich scheuen, an einem solchen Kurs teilzunehmen, gibt es im Folgenden einen Tipp aus unserer Redaktion.

Nehmen Sie gemeinsam mit Freunden an einem Selbstverteidigungskurs teil!

Im Zuge eines Kurses an der Volkshochschule trifft man zwar stets auf Gleichgesinnte, aber speziell bei einem sensiblen Thema wie der Selbstverteidigung kann es dennoch sinnvoll sein, das Ganze gemeinsam mit Freunden anzugehen.

So hat man vertraute Personen um sich herum und kann sich leichter auf den Selbstverteidigungskurs einlassen. Außerdem kann man auch außerhalb der Kurszeiten gemeinsam trainieren und seine Fähigkeiten kontinuierlich verbessern.

Häufige Fragen

Braucht man für einen VHS-Selbstverteidigungskurs Vorkenntnisse?
Nein. Die meisten Kurse an den Volkshochschulen sind auf Einsteiger ausgelegt und setzen weder Kampfsporterfahrung noch eine besondere Fitness voraus. Es genügen bequeme Sportkleidung und die Bereitschaft, mitzumachen. Bei körperlichen Einschränkungen sollte man dies vorab mit der Kursleitung absprechen.
Für wen sind die Kurse geeignet?
Grundsätzlich für alle Interessierten. Häufig richten sich die Angebote gezielt an Frauen, Kinder oder Jugendliche, daneben gibt es Kurse für gemischte Gruppen und teilweise für Seniorinnen und Senioren. Wer sich im Alltag sicherer fühlen möchte, ist in einem Selbstverteidigungskurs gut aufgehoben.
Ist ein Online-Kurs eine sinnvolle Alternative zum Präsenzkurs?
Online-Kurse vermitteln Theorie und können erste Eindrücke verschaffen, ersetzen das körperliche Üben mit einem Gegenüber aber kaum. Für nachhaltige Sicherheit ist der Präsenzkurs vorzuziehen. Als Ergänzung oder zur Auffrischung können Online-Angebote dennoch nützlich sein.
Was kostet ein Selbstverteidigungskurs an der VHS?
Feste Preise lassen sich nicht nennen, da sie je nach Volkshochschule, Kursumfang und Region unterschiedlich ausfallen. Die Volkshochschulen zählen jedoch traditionell zu den günstigeren Anbietern. Kompakte Workshops sind meist für einen überschaubaren Betrag zu haben. Die aktuellen Gebühren stehen im Programm der jeweiligen VHS.
Wie lange dauert ein solcher Kurs?
Das hängt vom Format ab. Verbreitet sind kompakte Tages- oder Wochenendworkshops sowie fortlaufende Kurse über mehrere Wochen mit einem wöchentlichen Termin. Welche Variante passt, richtet sich nach den eigenen Zielen und der verfügbaren Zeit.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt am 22.05.2026 aktualisiert.

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