VHS Kurs Controlling – Controlling-Kurse an der Volkshochschule
Das Controlling ist vielfach Gegenstand eines betriebswirtschaftlichen Studiums und führt die Studierenden an diese Disziplin der Unternehmensführung heran. Dabei geht es um die Planung, Koordination und Kontrolle betrieblicher Abläufe. Die Erkenntnisse und Zahlen aus dem Controlling sind wichtige Informationen für die Entscheidungen der Unternehmensführung, weshalb das Controlling ebenfalls den Management-Aufgaben zugerechnet wird.
Die Volkshochschulen in Deutschland widmen sich auch der beruflichen Bildung und haben daher betriebswirtschaftliche Themen, wie zum Beispiel das Controlling, ebenfalls im Programm. Controlling wird folglich nicht nur an Hochschulen oder im Rahmen kaufmännischer Aus- und Weiterbildungen gelehrt, sondern kann auch Gegenstand des einen oder anderen VHS-Kurses sein. Wer sich diesbezüglich weiterbilden möchte oder sich ein grundlegendes Wissen rund um das Controlling aneignen möchte, sollte einen Blick in das Programm der Volkshochschule werfen.
Wichtig ist dabei eine realistische Erwartung: Ein VHS-Kurs ersetzt kein BWL-Studium und macht aus einem Einsteiger keine Controllerin oder keinen Controller mit Führungsverantwortung. Er liefert aber einen soliden, praxisnahen Einstieg in die Denkweise und die Werkzeuge des Controllings – und das zu deutlich günstigeren Konditionen als bei vielen privaten Anbietern.
Controlling lernen an der Volkshochschule
Insbesondere Laien, die sich betriebswirtschaftliche Kenntnisse nebenbei aneignen möchten, sind an der VHS an der richtigen Adresse. Das breit gefächerte Programm der Volkshochschulen in Deutschland hält mitunter auch den einen oder anderen Kurs in Sachen Controlling bereit. Gemeinsam mit Gleichgesinnten erhalten die Teilnehmenden eine Einführung in dieses Thema.
Klassische VHS-Kurse, Seminare und auch Bildungsurlaube werden von den Volkshochschulen im Bereich Controlling angeboten. Es lässt sich somit für jede Lebenssituation ein passender VHS-Kurs finden. Dazu sollten Interessierte nicht nur die örtliche VHS im Blick haben, sondern auch die Programme anderer Volkshochschulen aus der Region aufmerksam lesen. Im Zuge einer solchen Recherche offenbaren sich zudem die teils deutlichen Unterschiede hinsichtlich der thematischen Ausrichtung.
Was im Controlling-Kurs konkret vermittelt wird
Die genauen Inhalte hängen vom jeweiligen Kurs und von der anbietenden Volkshochschule ab. In der Praxis kreisen Controlling-Kurse aber fast immer um eine wiederkehrende Auswahl an Bausteinen. Die folgenden Inhalte sind beispielhaft zu nennen:
- System und Organisation des Controllings – Aufgaben, Ziele und Einordnung in die Unternehmensstruktur
- Kosten- und Leistungsrechnung – die zahlenmäßige Grundlage, auf der Controlling aufsetzt
- Budgetierung und Planung – Aufstellen, Überwachen und Anpassen von Budgets
- Kennzahlen und Kennzahlensysteme – Deckungsbeitrag, Rentabilität, Liquidität und Co.
- Soll-Ist-Vergleiche und Abweichungsanalyse – das Herzstück der laufenden Kontrolle
- Reporting und Berichtswesen – Zahlen so aufbereiten, dass die Geschäftsführung daraus Entscheidungen ableiten kann
- Instrumente des Controllings – vom einfachen Kennzahlen-Set bis zur Balanced Scorecard
- Excel als Werkzeug – viele Kurse arbeiten praxisnah mit Tabellenkalkulation
Hinzu kommen je nach Schwerpunkt Themen wie Qualitätssicherung, Marketing-Controlling oder die interne Kommunikation der Ergebnisse. Typischerweise wechseln sich kurze theoretische Einheiten mit konkreten Rechenbeispielen und Fallübungen ab. An Kennzahlen, Deckungsbeiträgen oder einem überschaubaren Budgetplan rechnen die Teilnehmenden selbst – genau dieser anwendungsnahe Charakter macht den Unterschied zum reinen Lehrbuchwissen.
FĂĽr wen sich ein VHS-Controlling-Kurs eignet
Als Einstieg ins Controlling ist ein solcher Volkshochschulkurs bestens geeignet. Teilnehmende sollten allerdings über gewisse betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse verfügen und idealerweise eine einschlägige Vorbildung mitbringen. Darauf kann der Controlling-Kurs der VHS dann aufbauen. Wer noch nie mit Bilanzen, Kosten oder kaufmännischen Begriffen zu tun hatte, sollte vorher einen einführenden Buchführungs- oder BWL-Grundkurs in Betracht ziehen.
Daraus folgt, dass sich die VHS-Kurse vornehmlich an Fachkräfte aus den Bereichen Rechnungswesen, Verwaltung, Marketing, Kommunikation und PR richten, die nach einer passenden Weiterbildung mit dem Schwerpunkt Controlling suchen. Auch für folgende Gruppen kann ein Kurs sinnvoll sein:
- Mitarbeitende in kleinen und mittleren Betrieben, die zunehmend mit Zahlen und Auswertungen betraut werden
- Selbstständige und Existenzgründer, die ihre eigenen Zahlen besser im Griff haben wollen
- Wiedereinsteiger ins Berufsleben, die ihr kaufmännisches Wissen auffrischen möchten
- Beschäftigte, die sich intern für eine Aufgabe mit mehr Verantwortung im Finanzbereich positionieren wollen
Voraussetzungen, Dauer und Kosten im Ăśberblick
Ein verbindliches Schema gibt es nicht, denn jede Volkshochschule gestaltet ihr Programm eigenständig. Dennoch lassen sich einige verlässliche Anhaltspunkte nennen, die Interessierten bei der Einordnung helfen.
Voraussetzungen
Formale Zugangsvoraussetzungen wie ein bestimmter Schulabschluss bestehen bei VHS-Kursen in der Regel nicht. Wer einen reinen Einführungskurs belegt, braucht oft keine Vorkenntnisse. Sobald es jedoch um die typischen Controlling-Inhalte geht, ist ein Grundverständnis von kaufmännischen Zusammenhängen und Kostenrechnung sehr hilfreich. Bei den anerkannten Xpert Business-Kursen wird kaufmännisches Vorwissen teilweise sogar empfohlen, damit man dem Tempo folgen kann.
Dauer und Ablauf
Die Bandbreite ist groß. Manche Angebote sind kompakte Wochenend- oder Tagesseminare, andere laufen über mehrere Wochen oder ein ganzes Semester mit wöchentlichen Terminen am Abend. Modular aufgebaute Zertifikatskurse erstrecken sich oft über mehrere Monate, weil die einzelnen Bausteine nacheinander belegt werden. Wer einen Bildungsurlaub wählt, absolviert das Programm meist als kompakte Woche.
Kosten
Konkrete Preise lassen sich nicht pauschal nennen, da sie je nach VHS, Kursumfang und Region stark schwanken. Als grobe Orientierung gilt: Kurze Einführungsseminare bewegen sich häufig im zwei- bis niedrigen dreistelligen Bereich, umfangreichere Zertifikatslehrgänge mit Prüfung können entsprechend mehr kosten. Generell gehören die Volkshochschulen aber zu den günstigsten Anbietern – im Vergleich zu privaten Akademien und Fernschulen sind die Gebühren spürbar niedriger. Hinzu kommen mitunter Kosten für Lehrmaterial sowie eine separate Prüfungsgebühr, falls ein Zertifikat angestrebt wird. Verbindliche Angaben stehen immer in der konkreten Kursbeschreibung der jeweiligen VHS.
Xpert Business Controlling-Kurse an der VHS
VHS-Kurse werden zuweilen als belanglose Hobby-Kurse abgetan und nicht ernst genommen. Dies ist ein schwerwiegender Fehler, schließlich widmen sich die Volkshochschulen ebenfalls der beruflichen Bildung und vermitteln entsprechende Kenntnisse und Kompetenzen. Die Anerkennung solcher Qualifikationen kann allerdings ein heikles Thema sein. Das bedeutet aber nicht, dass ein VHS-Kurs nichts taugt. Wer Wert auf einen belastbaren Nachweis legt, sollte wissen, dass sich an vielen Volkshochschulen das Xpert Business-Zertifikat im Controlling erlangen lässt. Dieses löst das Problem der Anerkennung, denn die Xpert Business-Zertifikate genießen ein bundesweit hohes Ansehen und folgen einem einheitlichen, standardisierten Lehrplan.
Xpert Business-Zertifikatskurse kommen als anerkannte kaufmännische Weiterbildungen daher und stellen auch Teilnehmenden an einem entsprechenden VHS-Kurs einen interessanten Abschluss in Aussicht. Der modulare Aufbau sorgt für eine gute Vereinbarkeit mit Beruf und Familie, denn die einzelnen Bausteine können nach und nach als separate VHS-Kurse belegt werden. So werden die Lernenden Schritt für Schritt an das ersehnte Xpert Business-Zertifikat herangeführt. Am Ende eines Bausteins steht jeweils eine schriftliche Prüfung; wer alle vorgesehenen Module besteht, erhält das übergreifende Zertifikat.
Wenn es ein VHS-Kurs in Sachen Controlling sein soll, der fundiertes Wissen vermittelt und zu einem angesehenen Zertifikat führt, ist ein Xpert Business-Kurs an der Volkshochschule somit eine sehr gute Wahl. Einerseits gibt es einen anerkannten Abschluss, andererseits ergibt sich durch die flexiblen Kurszeiten und die Wohnortnähe eine gute Vereinbarkeit mit dem Alltag.
Online-Kurse im Bereich Controlling
Viele Volkshochschulen bieten inzwischen selbst Online- oder Hybridformate an, bei denen der Unterricht ganz oder teilweise per Videokonferenz stattfindet. Daneben halten Fernschulen und andere E-Learning-Anbieter diverse Lehrgänge zum Controlling bereit und punkten mit zeitlicher und örtlicher Unabhängigkeit.
Die allgemeine Anonymität des Internets kann bei virtuellen Controlling-Kursen ein Problem darstellen. Moderne Online-Lehrgänge setzen jedoch auf multimediales E-Learning und offerieren unter anderem Chats, Foren und Betreuung per Mail. So erhalten die Lernenden einen umfassenden Support und können sich mit anderen Teilnehmenden austauschen.
Menschen, die sich für ihren weiteren Werdegang umfassendere Controlling-Kenntnisse wünschen, sollten die Möglichkeit des Fernlernens nutzen und im Internet nach geeigneten Online-Kursen im Bereich Controlling suchen. Die Recherche lohnt sich und beschert den Lernenden einen vielversprechenden Karrierebaustein.
Präsenz oder online – was passt besser?
Ob der Controlling-Kurs im Klassenraum der VHS oder am heimischen Bildschirm stattfindet, hat spĂĽrbare Auswirkungen auf das Lernen. Beide Wege haben ihre Berechtigung; entscheidend sind die eigene Lebenssituation und der bevorzugte Lernstil.
Für den Präsenzunterricht an der Volkshochschule sprechen mehrere Punkte:
- Die feste Struktur mit festen Terminen sorgt fĂĽr Verbindlichkeit und einen kontinuierlichen Lernfortschritt.
- Fragen lassen sich direkt klären, gerade bei kniffligen Rechenwegen ist das ein großer Vorteil.
- Der Austausch mit anderen Teilnehmenden und der Kursleitung erleichtert das Verständnis und motiviert.
- Die Wohnortnähe und die günstigen Gebühren machen die Teilnahme alltagstauglich.
Online-Formate punkten hingegen mit voller zeitlicher und örtlicher Flexibilität, was vor allem für Berufstätige mit unregelmäßigen Arbeitszeiten oder für Menschen ohne VHS in der Nähe attraktiv ist. Wer diszipliniert und selbstorganisiert lernt, kommt damit gut zurecht. Wer dagegen den direkten Kontakt und eine vorgegebene Taktung braucht, fährt mit dem Präsenzkurs an der VHS meist besser.
Anmeldung: So sichert man sich einen Kursplatz
Die Anmeldung zu einem Controlling-Kurs an der Volkshochschule ist unkompliziert. Der erste Schritt ist immer ein Blick in das aktuelle Programm der örtlichen VHS, das in der Regel online einsehbar ist und meist halbjährlich zum neuen Semester erscheint.
Hat man einen passenden Kurs gefunden, kann man sich auf verschiedenen Wegen anmelden:
- Online – der gewünschte Kurs wird in den Warenkorb gelegt und die Anmeldung verbindlich abgeschickt
- Schriftlich – per Anmeldeformular, das viele Volkshochschulen zum Download bereitstellen
- Persönlich oder telefonisch – direkt im Servicebüro der VHS, dort gibt es zugleich Beratung
Da gefragte Kurse – insbesondere Zertifikatslehrgänge – schnell ausgebucht sein können, lohnt es sich, nach Erscheinen des neuen Programms zügig zu reagieren. Ist ein Kurs bereits voll, sollte man sich auf die Warteliste setzen lassen. Viele Volkshochschulen verschieben gut nachgefragte Kurse oder bieten sie im Folgesemester erneut an. Ein Anruf bei der VHS klärt offene Fragen zu Vorkenntnissen, Material und Mindestteilnehmerzahl meist in wenigen Minuten.
Was ein Controlling-Kurs bringt – und was nicht
Ein VHS-Controlling-Kurs ist ein wertvoller Baustein für die berufliche Entwicklung. Er vermittelt die Fähigkeit, betriebliche Zahlen zu lesen, einzuordnen und für Entscheidungen aufzubereiten – eine Kompetenz, die in nahezu jedem kaufmännischen Umfeld geschätzt wird. Wer im Job mit Budgets, Auswertungen oder Berichten zu tun hat, gewinnt durch den Kurs an Sicherheit. Ein anerkanntes Xpert Business-Zertifikat macht diese Kompetenz zudem im Lebenslauf sichtbar.
Ehrlich bleiben sollte man aber bei den Grenzen: Ein einzelner Kurs qualifiziert nicht automatisch für eine reine Controlling-Stelle, für die Arbeitgeber häufig ein einschlägiges Studium oder mehrjährige Berufserfahrung erwarten. Der VHS-Kurs ist Einstieg und Ergänzung, kein vollwertiger Ersatz für eine umfassende Ausbildung. Mit dieser realistischen Erwartung ist er aber genau das, was er sein soll: ein solider, bezahlbarer und praxisnaher Weg, sich fundiertes Controlling-Wissen anzueignen.


