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VHS Kurs Linoldruck

VHS Kurs Linoldruck

Der Linoldruck zählt zu den beliebtesten Hochdruckverfahren und erfreut sich gerade in der künstlerischen Erwachsenenbildung großer Beliebtheit. Wer mit einfachen Mitteln eigene Grafiken, Postkarten, Plakate oder Stoffmuster gestalten möchte, findet im Linolschnitt eine zugängliche und zugleich vielseitige Drucktechnik. Es braucht weder ein eigenes Atelier noch eine teure Ausstattung, um erste Ergebnisse zu erzielen – genau das macht den Reiz dieser Technik für Einsteiger aus.

Die Volkshochschulen in Deutschland greifen dieses Interesse auf und bieten in ihrem Kreativprogramm regelmäßig Kurse zum Linoldruck an. Dort lernen die Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung, eine Linolplatte zu schneiden, einzufärben und abzudrucken. Der folgende Ratgeber zeigt, was ein VHS Kurs Linoldruck inhaltlich umfasst, für wen er sich eignet und worauf man bei der Kurswahl achten sollte.

Was ist Linoldruck?

Beim Linoldruck handelt es sich um ein Hochdruckverfahren, das eng mit dem traditionellen Holzschnitt verwandt ist. Statt einer Holzplatte dient hier eine Platte aus Linoleum als Druckform. Mit speziellen Schneidewerkzeugen, den sogenannten Linolschnittmessern oder Hohleisen, werden die Bereiche herausgearbeitet, die später weiß bleiben sollen. Die stehengebliebenen, erhabenen Flächen nehmen die Druckfarbe auf und geben das Motiv beim Abdruck auf Papier oder Stoff wieder.

Das Material lässt sich deutlich leichter bearbeiten als Holz, weil Linoleum weicher ist und keine störende Maserung aufweist. Dadurch sind auch geschwungene Linien und feinere Details möglich. Charakteristisch für den Linoldruck ist der kontrastreiche, oft grafisch anmutende Stil mit klaren Schwarz-Weiß-Flächen. Über mehrfarbige Verfahren lassen sich zudem aufwendigere Bildwirkungen erzielen. Die Volkshochschulen vermitteln in ihren Kursen die handwerklichen Grundlagen ebenso wie das gestalterische Denken, das hinter einem gelungenen Druck steckt.

Kursinhalte und Themen

Ein VHS Kurs Linoldruck fĂĽhrt die Teilnehmenden Schritt fĂĽr Schritt durch den gesamten Entstehungsprozess eines Drucks. Im Mittelpunkt steht das praktische Arbeiten, sodass am Ende meist fertige Druckwerke entstehen. Typischerweise greifen die Kurse folgende Inhalte auf:

  • Materialkunde zu Linolplatten, Werkzeugen, Farben und Papier
  • Entwurf und Ăśbertragung des Motivs auf die Druckplatte
  • richtige Schneidetechnik und sicherer Umgang mit den Hohleisen
  • Einfärben der Platte mit Walze und Druckfarbe
  • Abdrucken von Hand oder mit der Druckpresse
  • mehrfarbiger Linoldruck und die Verlorene Platte als Fortgeschrittenentechnik

Je nach Ausrichtung des Kurses kommen weitere Schwerpunkte hinzu. Manche Volkshochschulen bieten thematische Workshops an, etwa zum Bedrucken von Textilien, zur Gestaltung von Weihnachtskarten oder zur Kombination des Linoldrucks mit anderen Drucktechniken. So lässt sich das erworbene Wissen schnell auf eigene Projekte übertragen.

FĂĽr wen ist ein Linoldruck-Kurs geeignet?

Ein Kurs im Linoldruck richtet sich an alle, die Freude am gestalterischen Arbeiten haben und Lust verspüren, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen. Die Zielgruppe ist entsprechend breit gefächert. Angesprochen werden sowohl absolute Einsteiger ohne jegliche künstlerische Erfahrung als auch Hobbykünstlerinnen und Hobbykünstler, die ihre Fertigkeiten erweitern möchten. Auch Menschen, die im beruflichen Umfeld mit Gestaltung zu tun haben, etwa Lehrkräfte oder Erzieherinnen und Erzieher, profitieren von den vermittelten Techniken.

Der Linoldruck spricht besonders diejenigen an, die einen klaren, grafischen Ausdruck schätzen und gerne mit Kontrasten arbeiten. Da die Technik überschaubar ist und rasch zu sichtbaren Ergebnissen führt, eignet sie sich gut als Einstieg in das Druckhandwerk. Gleichzeitig bietet sie genug Tiefe, um sich über Jahre weiterzuentwickeln.

Vorkenntnisse

Für die meisten Linoldruck-Kurse an der Volkshochschule sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Grundkurse beginnen bei null und vermitteln alle nötigen Handgriffe von Grund auf. Wer noch nie eine Linolplatte in der Hand hatte, ist hier richtig aufgehoben. Hilfreich, aber keineswegs Bedingung, ist eine gewisse Freude am Zeichnen, da ein Motiv zunächst entworfen werden muss. Für Aufbaukurse oder Workshops zum mehrfarbigen Druck setzen einige Volkshochschulen hingegen grundlegende Erfahrung im Linolschnitt voraus. Die jeweiligen Anforderungen lassen sich der Kursbeschreibung im Programm entnehmen.

Online- oder Präsenzkurs an der VHS?

Der Linoldruck ist seinem Wesen nach ein handwerkliches, materialgebundenes Verfahren. Aus diesem Grund finden die meisten Kurse als Präsenzveranstaltung in den Räumen der Volkshochschule statt. Dort stehen häufig Werkzeuge, Druckpressen und ausreichend Arbeitsfläche zur Verfügung, und die Kursleitung kann unmittelbar Hilfestellung beim Schneiden und Drucken geben. Gerade beim sicheren Umgang mit den scharfen Hohleisen ist die direkte Betreuung vor Ort von großem Wert.

Vereinzelt bieten Volkshochschulen begleitende Online-Formate oder Hybridkurse an, in denen theoretische Grundlagen, Motiventwicklung oder Materialkunde digital vermittelt werden. Das eigentliche Schneiden und Drucken erfolgt dann zu Hause mit einem entsprechenden Materialset. Wer auf maximale Flexibilität setzt, kann ein solches Angebot prüfen. Für ein authentisches Werkstatt-Erlebnis und den unmittelbaren Austausch mit anderen Teilnehmenden bleibt der Präsenzkurs jedoch die erste Wahl.

Dauer, Ablauf und Kosten

Linoldruck-Kurse an der Volkshochschule werden in ganz unterschiedlichen Formaten angeboten. Häufig handelt es sich um kompakte Wochenend-Workshops, die an einem oder zwei Tagen einen ersten Einstieg ermöglichen. Daneben gibt es fortlaufende Kurse, die sich über mehrere Termine eines Semesters erstrecken und ein vertieftes Arbeiten erlauben. Welche Variante passt, hängt vom persönlichen Zeitbudget und vom gewünschten Lerntempo ab.

Der Ablauf folgt meist einem klaren Muster: Nach einer Einführung in Material und Werkzeug entwickeln die Teilnehmenden ihr Motiv, übertragen es auf die Platte, schneiden es heraus und drucken es schließlich ab. Die Kursleitung begleitet jeden Schritt und gibt individuelle Rückmeldungen. Die Kosten variieren je nach VHS, Kursdauer und Materialaufwand. Für einen Tagesworkshop ist meist mit einem moderaten zweistelligen Betrag zu rechnen, längere Kurse liegen entsprechend höher. Hinzu kommen unter Umständen Materialkosten für Platten, Farben und Papier, die teils im Kurspreis enthalten sind, teils separat anfallen. Die genauen Angaben finden sich stets in der jeweiligen Kursbeschreibung.

Nutzen und Perspektiven

Ein Linoldruck-Kurs bietet weit mehr als reines Handwerk. Viele Teilnehmende schätzen das konzentrierte, fast meditative Arbeiten beim Schneiden der Platte als willkommenen Ausgleich zum Alltag. Der kreative Prozess fördert die Gestaltungsfreude und schult zugleich Geduld und Feinmotorik. Am Ende steht ein selbst geschaffenes Werk, das sich verschenken, ausstellen oder vervielfältigen lässt.

Wer Gefallen am Linoldruck findet, kann das Gelernte vielfältig weiterführen. Selbst gestaltete Karten, Plakate oder bedruckte Textilien sind nur der Anfang. Manche entwickeln aus dem Hobby eine kleine Nebentätigkeit und verkaufen ihre Drucke auf Märkten oder über das Internet. Andere nutzen den Kurs als Sprungbrett für weitere künstlerische Drucktechniken wie Radierung oder Siebdruck, die ebenfalls häufig im VHS-Programm vertreten sind. So eröffnet der Linoldruck einen Zugang zur Welt der originalgrafischen Verfahren.

Tipps rund um den VHS Kurs Linoldruck

Damit der Kurs zum vollen Erfolg wird, lohnt sich eine kleine Vorbereitung. Die folgenden Hinweise helfen bei der Auswahl und beim Start:

  • PrĂĽfen Sie vorab, ob es sich um einen Grund- oder Aufbaukurs handelt, damit das Niveau passt.
  • Klären Sie, ob Werkzeug und Material gestellt werden oder mitzubringen sind.
  • Bringen Sie eine grobe Motividee oder Skizze mit, das spart im Kurs wertvolle Zeit.
  • Tragen Sie unempfindliche Kleidung, da Druckfarbe Flecken hinterlassen kann.
  • Melden Sie sich frĂĽhzeitig an, denn Kreativkurse sind oft schnell ausgebucht.

Wer unsicher ist, welcher Kurs der richtige ist, kann sich an die Beratung der örtlichen Volkshochschule wenden. Dort gibt man gerne Auskunft über Inhalte, Voraussetzungen und Materialbedarf der einzelnen Angebote.

Häufige Fragen

Brauche ich Vorkenntnisse fĂĽr einen Linoldruck-Kurs?
Nein, die meisten Grundkurse an der Volkshochschule setzen keinerlei Vorkenntnisse voraus. Sie beginnen bei null und vermitteln alle nötigen Techniken von Grund auf. Lediglich für Aufbaukurse zum mehrfarbigen Druck werden teils Grundlagen im Linolschnitt erwartet.
Welches Material wird beim Linoldruck benötigt?
Grundlegend braucht es eine Linolplatte, Schneidewerkzeuge wie Hohleisen, Druckfarbe, eine Farbwalze sowie Papier zum Abdrucken. In vielen VHS-Kursen wird das Material gestellt oder gegen eine kleine GebĂĽhr bereitgestellt. Ob Materialkosten anfallen, steht in der Kursbeschreibung.
Wie lange dauert ein VHS Kurs Linoldruck?
Das hängt vom Format ab. Es gibt kompakte Tages- oder Wochenend-Workshops ebenso wie fortlaufende Kurse über mehrere Termine eines Semesters. Für einen ersten Einstieg reicht oft schon ein eintägiger Workshop aus.
Ist Linoldruck gefährlich wegen der scharfen Werkzeuge?
Die Hohleisen sind sehr scharf, weshalb ein sorgfältiger Umgang wichtig ist. In den Kursen wird die richtige Schneidetechnik gezeigt und auf Sicherheit geachtet, etwa darauf, stets vom Körper weg zu schneiden. Bei korrekter Anwendung ist der Linoldruck unbedenklich.
Kann man im Linoldruck auch mehrfarbig drucken?
Ja, mehrfarbiger Linoldruck ist möglich, erfordert aber etwas Erfahrung. Dabei wird entweder mit mehreren Platten gearbeitet oder die sogenannte Verlorene Platte verwendet, bei der eine einzige Platte schrittweise weiter ausgeschnitten wird. Solche Techniken werden meist in Aufbaukursen vermittelt.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt am 31.05.2026 aktualisiert.

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